ÖH ad Pressekonferenz zur sozialen Dimension

Die heutige Präsentation bleibt leider weit hinter den Erwartungen der Österreichischen Hochschüler_innenschaft zurück

Wien (OTS) - Heute hat die Pressekonferenz des Bundesministeriums für Wirtschaft Forschung und Wissenschaft zum Thema nationale Strategie zur sozialen Dimension in der Hochschulbildung stattgefunden. Im Gegensatz zur heute präsentierten Absicht mit Zugangsbeschränkungen die soziale Durchmischung zu stärken, zeigen Studien, dass mit Zugangsbeschränkungen immer soziale Selektion verbunden ist, auch 25 Mio. Euro mehr für die Studienbeihilfe wird hier keine Abhilfe schaffen. Durch die Zugangsbeschränkungen kommen viele Studieninteressierte nicht in ein Studium und folglich auch nicht in den Genuss dieser Erhöhung. “Mehr Absolvent_innen aus sozial niedrigeren Schichten durch Zugangsbeschränkungen erreichen zu wollen ist absurd”, kritisiert Magdalena Goldinger vom Vorsitzteam der Österreichischen Hochschüler_innenschaft (ÖH) die Pläne des Ministeriums.

Diese 25 Millionen Euro stellen eine dringend notwendige, wenn auch unzureichende Erhöhung der Studienförderung dar. Die Studienbeihilfe ist seit 1999 nicht erhöht worden. Laut Berechnungen der Hochschulkonferenz im Jahr 2013 wären zumindest 50 Millionen erforderlich, um eine Anpassung der Höchststudienbeihilfe an die Inflation zu erreichen. “Wir fordern seit Jahren mehr Geld für Studienförderung, die 25 Millionen Euro sind notwendig aber nur ein Tropfen auf den heißen Stein. Dadurch wird es nicht viel mehr Absolvent_innen aus bildungsfernen Schichten geben können”, so Goldinger weiter.

Viele der heute vorgestellten Beratungstätigkeiten vor und während dem Studium werden durch die ÖH geleistet, insgesamt müssen diese Programme massiv ausgebaut werden. “Trotz Beratung können nicht alle ihr Wunschstudium beginnen, besonders auch im Hinblick auf die Zugangsbeschränkungen. Wenn jemand das Aufnahmeverfahren nicht schafft, kann er oder sie trotzdem nicht studieren”, zeigt Goldinger auf.

Mehr Geld für die Studienförderung ist ein Schritt in die richtige Richtung, es muss aber noch viel mehr getan werden, um das Ziel einer besseren sozialen Durchmischung zu Erreichen. “Wir fordern eine spürbare Erhöhung der Studienförderung und einen massiven Ausbau der Beratungen vor und während dem Studium, nur so können mehr Absolvent_innen aus bildungsfernen Schichten erreicht werden, aber sicher nicht durch Zugangsbeschränkungen”, so Goldinger abschließend.

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