Universitäten – Kuntzl: Erhöhung der Studienförderung um 25 Mio. wichtig, aber noch weitere Schritte notwendig

Kuntzl begrüßt Ziel besserer sozialer Durchmischung und mehr Infos für Studierende

Wien (OTS/SK) - Grundsätzlich begrüßt SPÖ-Wissenschaftssprecherin Andrea Kuntzl die Ziele der Strategie zur sozialen Dimension in der Hochschulbildung, die der Wissenschaftsminister heute präsentiert hat. „Die SPÖ fordert schon seit langem konkrete Maßnahmen, um die soziale Durchlässigkeit zum Studium zu verbessern. Noch immer ist die Wahrscheinlichkeit, dass StudienanfängerInnen aus bildungsnahen Schichten ein Studium aufnehmen, doppelt so hoch wie bei jenen aus bildungsfernem Elternhaus. Die Erhöhung der Studienförderung um 25 Mio. Euro ist ein guter Schritt, aber weitere sind notwendig“, betont Kuntzl. ****

Notwendig wäre eine Inflationsanpassung – „mit 25 Mio. Euro werden wir diesen finanziellen Lückenschluss allerdings nicht schaffen“, so die SPÖ-Wissenschaftssprecherin. Die Studienbeihilfen wurden seit 1999 nicht mehr valorisiert – das bedeutet einen inflationsbedingten Wertverlust von bis zu 30 Prozent, erläutert die SPÖ-Abgeordnete. Gleichzeitig ist bei der Zahl der Stipendien ein kontinuierlicher Rückgang festzustellen: Erhielten im Sommersemester 2009 noch 18 Prozent der Studierenden ein normales Stipendium, waren es im Sommersemester 2011 nur mehr knapp 15 Prozent und im Sommersemester 2015 nur mehr rund 12 Prozent. Für Kuntzl liegt dies u.a. daran, „dass die Wertgrenzen beim Eltern-Einkommen seit 2008 nicht mehr valorisiert wurden und somit immer weniger Studentinnen und Studenten die Chance haben, in das System zu kommen“. Die Valorisierung der Beihilfen und die Anhebung der Einkommensgrenzen um substanzielle Beträge muss jedenfalls Thema der Budgetverhandlungen im März sein, fordert Kuntzl.

Positiv bewertet Kuntzl den Maßnahmenkatalog der Strategie, der u.a. auf bessere Information vor und beim Studieneinstieg, Vorbereitungs-und Brückenkurse und berufsbegleitende Angebote abzielt. Wichtig ist für Kuntzl weiters, dass auch Aufnahmeverfahren und Eignungsfeststellungen auf ihre soziale Durchlässigkeit überprüft werden. (Schluss) bj/ah/mp

Rückfragen & Kontakt:

SPÖ-Bundesorganisation, Pressedienst, Löwelstraße 18, 1014 Wien
01/53427-275
http://www.spoe.at/impressum

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | SPK0002