Stellungnahme von Verteidigungsminister Doskozil zu Attacken von Airbus

Wien (OTS) - „Wir sind uns bewusst, dass wir mit der Strafanzeige und dem Privatbeteiligtenanschluss der Republik einen ernsten und weitreichenden Schritt gegen einen unserer Lieferanten gesetzt haben. Dieser Schritt war gut überlegt. Meine Task Force hat umfassend und intensiv ermittelt. Das Ergebnis: Die Republik hat durch Betrug einen schweren Schaden erlitten. Es ist meine Pflicht als Minister, den Betrug anzuzeigen und den Schaden für die Steuerzahler einzufordern. Das haben wir gemacht“, sagt Verteidigungsminister Hans Peter Doskozil.

„Diese Ernsthaftigkeit erwarten wir auch von Airbus. Ich fordere den Chef von Airbus, Thomas Enders, auf, endlich alles auf den Tisch zu legen, was den Verdacht auf Korruption und Geldwäsche in seinem Haus aufklaren kann“, sagt der Minister. „Die volle strafrechtliche Aufarbeitung der Causa Eurofighter ist alternativlos. Hier kann Airbus noch viel mehr beitragen als in der Vergangenheit.“

Die bisher sehr emotionalen Äußerungen von Airbus seien kein konstruktiver Beitrag zur Aufklärung, so Doskozil. „Es ist ein Zeichen von Nervosität und Panik, wenn ein börsennotierter Konzern, der unter anderem im Eigentum mehrerer europäischer Staaten steht, ihren Kunden, die Republik Österreich, beschimpft“, sagt der Minister. „Ich fordere Thomas Enders auf, dafür zu sorgen, dass sein Haus nun zu einem sachlicheren und der Schwere der Vorwürfe und der Höhe des Schadens angemesseneren Umgang mit der Republik Österreich findet.“

Zur Absage eines lange geplanten Gespräches in München: „Derzeit ist nicht der richtige Zeitpunkt für Gespräche auf politischer Ebene. Ein Informationsaustausch auf Expertenebene ist aber immer möglich. Auf jeden Fall darf es keine Mauschelei geben“, so der Verteidigungsminister abschließend. 





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