Welttag der sozialen Gerechtigkeit: Versorgung psychisch Erkrankter in Österreich nicht gerecht geregelt

Wien (OTS) - Wenn man bedenkt, dass über 900.000 Menschen in Österreich unter psychischen Erkrankungen leiden, aber nur wenige sich die Behandlung leisten können bzw. unterschiedlich hohe Kostenzuschüsse erhalten - je nach Bundesland oder Krankenversicherung - dann ist das eine Ungerechtigkeit, die schon längst durch Anhebung der Zuschüsse ausgeglichen hätte werden müssen.

Seit Jahren fordert der ÖBVP im Sinne der PatientInnen eine wahlarztähnliche Regelung der Sozialversicherungs-Zuzahlung zur Psychotherapie bei krankheitswertigen Störungen sowie eine einheitliche österreichweite Versorgungsanpassung - bisher ohne Erfolg.

Und das, obwohl steigende Krankenstands-Zahlen immer wieder belegen, dass Investitionen in die Behandlung psychischer Erkrankungen mehr als notwendig sind. Aktuell berichtet der Hauptverband der Sozialversicherungsträger, dass die Zahl der Krankenstände aufgrund psychischer Erkrankungen erneut gestiegen ist. Zudem sind diese laut HVB-Bericht die häufigste Ursache von Neuzugängen in die Invaliditätspension.

Bundeskanzler Kern kündigt in seinem kürzlich präsentierten „Plan A“ der SPÖ und dem Arbeitsprogramm der Bundesregierung die Erhöhung des Kontingents von sozialversicherungsfinanzierten Psychotherapieeinheiten an sowie mehr Geld für den Aus- und Umbau der psychotherapeutischen Versorgung. „Diese Zielsetzungen des Bundeskanzlers sind dringend nötig und ein Hoffnungsschimmer für alle psychisch Erkrankten“, sagt Dr. Peter Stippl, Präsident des ÖBVP. „Wenn alle Pläne umgesetzt werden können, wäre es ein Meilenstein in der Gesundheitsversorgung und gleichzeitig auch ein sozial gerechter Ausgleich für alle PatientInnen.“

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