Kaske zum Beschäftigungsbonus: Arbeitslose zuerst

Förderung so gestalten, dass Arbeitslosigkeit wirklich sinkt – auch mehr öffentliche Investitionen nötig

Wien (OTS) - „Der Kampf gegen die Arbeitslosigkeit muss in Österreich Vorrang haben“, sagt AK Präsident Rudi Kaske zum Beschäftigungsbonus für Unternehmer, der heute in der Kronenzeitung vorgestellt wurde:
„Die geplanten Maßnahmen gegen die Arbeitslosigkeit müssen jetzt rasch umgesetzt werden, und der Beschäftigungsbonus muss Unternehmen motivieren, endlich mehr Arbeitsplätze zu schaffen.“ Die Häfte ihrer Beiträge zur Pensions-, Arbeitslosen- oder Kankenversicherung neu Eingestellter soll ihnen nur dann erlassen werden, wenn sie bisher arbeitslos Gemeldete beschäftigen, fordert Kaske: „Wie die Bundesregierung möchte ich vermeiden, dass sowieso geplante Personalaufstockungen gefördert werden. Außerdem muss es sich wirklich um zusätzliche Arbeitsplätze handeln.“

„Das Problem auf dem österreichischen Arbeitsmarkt ist, dass wesentlich mehr Menschen Arbeit suchen, als die Firmen Jobs anbieten. Deshalb steigen Beschäftigung und Arbeitslosigkeit gleichzeitig“, erinnert Kaske. Das so genannte Arbeitskräftepotenzial steige in Österreich durch Zuwanderung und dadurch, dass der Zugang in vorzeitige Pensionen erschwert wurde, mehr Frauen Arbeit suchen und junge Menschen nach der Ausbildung Arbeit brauchen. „Vor diesem Hintergrund müssen wir in erster Linie darauf schauen, dass die Arbeitslosigkeit sinkt“, sagt Kaske.

Der Beschäftigungsbonus müsse so gestaltet werden, dass derzeit arbeitlos Gemeldete zum Zug kommen, fordert Kaske. Er soll auf ArbeitnehmerInnen beschränkt sein, die bereits länger beim Arbeitsmarktservice als arbeitslos vorgemerkt sind. Immerhin findet die Hälfte der Arbeitslosen innerhalb von drei Monaten einen neuen Arbeitsplatz – ohne jede Förderung für Unternehmen.

Auch bei der Beschäftigung von Lehr-, Schul- oder HochschulabgängerInnen in Österreich soll die Vormerkung beim Arbeitsmarktservice Voraussetzung für die Förderung sein. Und, so Kaske: Arbeitskräfteüberlasser sollen gar nicht, Teilzeitbeschäftigung nur eingeschränkt gefördert werden.

Damit die Arbeitslosigkeit sinken kann, fordert die Arbeiterkammer überdies zusätzlich zum Beschäftigungsbonus mehr öffentliche Investitionen in Zukunftsprojekte in den Bereichen Bildung, Soziales, öffentlicher Verkehr und sozialer Wohnbau.

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