Androsch zu internationalem Tag der sozialen Gerechtigkeit: Soziale Balance sichert Wohlstand und Frieden

Ohne sozialen Ausgleich gibt es keine gerechte Gesellschaft

St. Pölten (OTS) - Aus Anlass des internationalen Tages der sozialen Gerechtigkeit morgen Montag hält NÖ-Soziallandesrat Ing. Maurice Androsch fest, dass soziale Gerechtigkeit das friedliche Zusammenleben und die Würde der Menschen sichert. Ungleichheiten hingegen würden echte Teilhabe verhindern und die Menschen in die Armut treiben. „Fairness und Gerechtigkeit sind keine Selbstverständlichkeit, sondern sie müssen geschaffen werden. Ohne sozialen Ausgleich gibt es keine gerechte Gesellschaft", macht Landesrat Androsch deutlich.

Der Schlüssel zu Wohlstand und Frieden liege in der sozialen Balance, die aber derzeit aus vielen Richtungen ins Wanken gebracht werde, kritisiert Androsch: „Unsere Gesellschaft neigt zunehmend zu mehr Ungerechtigkeit. Die Kluft zwischen arm und reich wächst unaufhaltsam, weil viele Entwicklungsstrategien die soziale Dimension ausschließen. Viele Menschen spüren die Veränderungen am eigenen Leib, in ihren Familien und wenden sich in ihrer Verzweiflung ab. Die einzige richtige Antwort, die eine verantwortungsvolle Politik darauf geben kann, ist die Beseitigung der wachsenden Ungleichheiten, die durch faire Verteilung, soziale Ausgewogenheit und gleiche Chancen getragen wird.“

Für Androsch beginnt das Thema der Gerechtigkeit schon bei der Kinderbetreuung, wenn es um die bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf geht. 38 Prozent wünschen sich ausdrücklich ganztägige Betreuungsangebote, aber nur 8 Prozent haben dementsprechende Möglichkeiten, was eine riesige Lücke zwischen Angebot und Nachfrage bedeutet. Das führt dazu, dass zwei Drittel aller Teilzeitbeschäftigten nur deshalb Teilzeit arbeiten, weil es sich nicht anders mit der Familie vereinbaren lässt. Auch die Schließtage der Kinderbetreuungseinrichtungen seien in diesem Zusammenhang ein Thema, erklärt Androsch.

Mehr Gerechtigkeit müsse es auch am Arbeitsmarkt geben, meint Androsch, denn nach wie vor seien Frauen in der Arbeitswelt schlechter entlohnt. In Österreich würden sie um fast 23 Prozent weniger als Männer verdienen. Mit der Umsetzung eines Mindestlohnes in Höhe von 1.700 Euro würden sowohl die Frauen als auch Männer profitieren. Schließlich seien anständige Löhne und Gehälter die Grundlage für ein selbstbestimmtes und glückliches Leben, so Androsch

Ein Herzensthema ist für Androsch auch, wenn über Gerechtigkeit gesprochen wird, das Thema Bildung. Bildung öffne viele Türen und schaffe die Basis für eine erfolgreiche persönliche Zukunft, betont Androsch: „Unser Bildungssystem hat den Auftrag allen, unabhängig von den Geldbörsen und dem Bildungsgrad der Eltern, die gleichen Chancen zu bieten. Darauf ist von der Volksschule bis hin zur Universität und Aus- und Weiterbildung der ArbeitnehmerInnen Bedacht zu nehmen. Bei der immer stärker werdenden Digitalisierung unserer Arbeitswelt gilt es besonders darauf zu achten die Qualifikation der Menschen am Arbeitsmarkt stets ‚up to date‘ zu halten.“

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