Wiener Fremdenführer an Vizebürgermeisterin Vassilakou:

Durch langjähriges Missmanagement wird nicht nur der Status des UNESCO Weltkulturerbes aufs Spiel gesetzt, sondern auch das Ansehen Wiens und unserer Branche unter den Touristen riskiert.

Wien (OTS) - Der Bau des neuen Hochhauses am Wiener Heumarkt und der damit möglicherweise verbundene Verlust des UNESCO Weltkulturerbes sorgen unter den Wiener Fremdenführern für hitzige Diskussionen. „Knapp 15 Millionen Nächtigungen wurden in Wien im vergangenen Jahr verzeichnet. Viele dieser Touristen werden durch das reichhaltige Angebot aus Geschichte, Kunst und Kultur der Bundeshauptstadt angelockt“, zeigt Gerti Schmidt, Wirtschaftsbund Obfrau der Wiener Freizeit- und Sportbetriebe, auf und präzisiert: „Für die knapp 1000 selbstständigen Fremdenführer in Wien, immerhin fast die Hälfte aller Fremdenführer in Österreich, wäre der Verlust des UNESCO Weltkulturerbes für das historische Zentrum von Wien eine unschöne Nebenerscheinung eines mehrjährigen politischen Missmanagements.“

Die Wirtschaftsbund Funktionärin versteht nicht, warum der Erhalt des Weltkulturerbe-Status bei der Ausschreibung zum Architekturwettbewerb nicht einfach zur verpflichtenden Kategorie erhoben wurde. „Entweder war es der Frau Vizebürgermeisterin einfach nicht bewusst, dass Österreich mit der Unterzeichnung des UNESCO Übereinkommens im Jahr 1993 die internationale Verpflichtung einging, seine Welterbestätten zu schützen und zu erhalten, oder es war ihr schlicht und einfach egal, weil sie anders als die Wiener Fremdenführer nicht nach ihrer Leistung bezahlt wird“, so Schmidt energisch.

Die Obfrau der Wiener Fremdenführer lädt die Frau Vizebürgermeisterin herzlich zu einer Führung durch das historische Zentrum von Wien ein und hofft, „dass sie nach unserem Rundgang eine andere Sicht auf unser wunderschönes Wien und das geschützte historische Zentrum hat“, so Schmidt abschließend.

Die Wiener Fremdenführer unterstützen die Bürgerversammlung am Montag, 20. Februar um 18:00 Uhr im Hotel Intercontinental.

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