Kaske: Tourismus ist und bleibt Schlüsselbranche

AK unterstützt Gewerkschaftsforderungen nach Tourismuskasse und Ausweitung der Berufsschulzeiten

Wien (OTS) - „Tourismus ist eine Schlüsselbranche. Damit das auch so bleibt, muss die Branche zukunftsfit gemacht werden“, sagte AK Präsident Rudi Kaske gestern im Rahmen des von der Gewerkschaft vida veranstalteten Tourismusgipfel. Wichtige Elemente dafür sind für Kaske vor allem die Verbesserung der Ausbildung durch die längst fällige Ausweitung der Berufsschulzeiten im Gastgewerbe sowie das Abfedern starker saisonalen Schwankungen und instabiler Beschäftigungsverhältnisse.

Schwierige Arbeitsbedingungen abfedern
„Beschäftigte und Arbeitgeber im Tourismus haben gleichermaßen mit starken saisonalen Schwankungen und instabilen Beschäftigungsverhältnissen zu kämpfen, aber da kann gegengesteuert werden - mit Rahmenbedingungen, die helfen die bestehenden Probleme zu lösen“, sagt Kaske und unterstützt die Forderung der Gewerkschaft nach der Schaffung einer Tourismuskasse nach dem Vorbild der Bauarbeiter-Urlaubs- und Abfertigungskasse. Nach diesem Vorbild könnten etwa Qualifizierungs- und Weiterbildungsangebote entwickelt oder Urlaubsansprüche verwaltet werden.

Ausweitung der Berufsschulzeiten im Gastgewerbe
Derzeit betragen die Berufsschulzeiten im Gastgewerbe 1.080 Stunden über die gesamte Lehrzeit. Für Kaske ist das zu wenig: „Wir wollen eine Ausweitung auf die üblichen 1.260 Stunden. Das sind also 180 Stunden mehr über die gesamte Lehrzeit. Das schafft Chancengerechtigkeit innerhalb der dualen Ausbildung für alle Lehrlinge, und es bleibt mehr Zeit zum Nachholen von Defiziten und für mehr berufsspezifische Bildung und Allgemeinbildung.“ Kaske wünscht sich, dass die Wirtschaftskammer ihren Widerstand aufgibt und einer Ausweitung zustimmt. Das Angebot der Gewerkschaft, die Aufteilung der gewonnenen Schultage bestmöglich nach den Wünschen der Betriebe vorzunehmen, sollte nicht ausgeschlagen werden.

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