Kinderbeihilfe: Solidarität statt Neiddebatte für Familien

Kinderfreunde kritisieren Kürzungspläne der ÖVP scharf

Wien (OTS) - Der von der ÖVP geforderte nationale Alleingang beim Thema Familienbeihilfe für im EU-Ausland lebende Kinder ist für die Kinderfreunde "aus mehreren Gründen völlig inakzeptabel".

"Das Kürzen für die einen und Erhöhen für die anderen ist kein Vorschlag, der zu sinnvollen Einsparungen führt, das ist glasklare Umverteilungspolitik - und zwar von unten nach oben", erklärt Daniel Bohmann, Bundesgeschäftsführer der Österreichischen Kinderfreunde.

"Es ist unsolidarisch, familienfeindlich und sozial unverträglich gerade jenen Familien die Leistungen zu kürzen, die unter besonders schwierigen Umständen leben. Wir reden vielfach von Frauen, die in der Pflege oder Gastronomie unter sehr schlechten Bedingungen arbeiten müssen und nicht mit ihren Kindern leben können. Gegen diese Gruppe, die auf der sozialen Leiter schon ganz weit unten steht, Neid zu schüren, ist purer Populismus", so Bohmann.

„Alle, die hier arbeiten, zahlen gleich viel in den Topf ein, egal wo ihre Kinder leben. Es ist eine Frage der Fairness, dass für alle Kinder auch die volle Höhe ausbezahlt wird. Wir dürfen nicht beginnen, verschiedene Klassen von Kindern aufzustellen. Es gilt der Grundsatz: Jedes Kind ist gleich viel wert und muss von der öffentlichen Hand auch so behandelt werden“, so Bohmann.

„Auch die ÖVP weiß, dass ein nationaler Alleingang mit großer Wahrscheinlichkeit vor dem Europäischen Gerichtshof nicht halten wird. Es ist also reine Symbolpolitik, die auf das Auseinanderdividieren und gegeneinander Ausspielen von gesellschaftlichen Gruppen abzielt. Da spielen wir nicht mit und hoffen sehr darauf, dass die Vorschläge von Karmasin und Kurz in der Regierung keine Zustimmung finden“, schließt Bohmann.

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