Musikwirtschaft – Hakel will bessere Förderung populärer Musik aus Österreich

Weg von der Förderung der CD-Produktion hin zur Förderung der neuen digitalen Formate

Wien (OTS) - Für bessere Fördermöglichkeiten der heimischen Musikwirtschaft, insbesondere der populären österreichischen Musik, spricht sich SPÖ-Kunst- und Kultursprecherin Elisabeth Hakel aus, wie sie auch im gestrigen Kulturausschuss betont hat. Gemeinsam mit Kulturminister Thomas Drozda wird es dazu auch intensive Gespräche mit VertreterInnen der Branche geben, um ein gemeinsames Konzept zu entwickeln. ****

Hakel plädiert dafür, den Österreichischen Musikfonds, gemeinsam mit den Stakeholdern aus der Musikbranche, inhaltlich neu aufzustellen. „Angesichts von Digitalisierung und Kanälen wie Youtube müssen wir weg von der Förderung der klassischen CD-Produktion, hin zur Musik-Video-Förderung und Streaming-Möglichkeiten.“ Außerdem sollte mehr Geld in die Hand genommen werden, um junge MusikerInnen zu fördern – etwa bei Proberäumen oder im Rahmen des Musikschul-Systems.

Zusätzlich brauchen MusikerInnen neben den erforderlichen musikalischen Fähigkeiten auch Know how im Bereich Marketing, PR und Finanzmanagement – „hier fehlt noch eine Ausbildungsschiene in Österreich, die wir ebenfalls entwickeln sollten“, so die Kultursprecherin der SPÖ.

Eine wichtige Rolle im System der Musikwirtschaft spiele natürlich auch der ORF. „Nach langen Verhandlungen ist es uns gelungen, zwischen ORF und der österreichischen Musikwirtschaft eine freiwillige Quotenregelung zu vereinbaren“, erinnert Hakel, die dafür lange Druck gemacht hat. So spielt der Radiosender Ö3 seit August 2015 kontinuierlich 15 Prozent österreichische Musik im Monat. „Ein kleiner Schritt in die richtige Richtung. Denn der öffentlich-rechtliche Kulturauftrag bedeutet für mich doch noch mehr. So fehlt nach wie vor ein gutes TV-Musikformat auf ORF 1. Dieses wurde zwar von der ORF-Führung versprochen, aber bis jetzt noch nicht umgesetzt. Österreichische Musik zu unterstützen bedeutet auch, dass man heimische KünstlerInnen in unterschiedlichen Sendeformaten einbaut. Das passiert derzeit auch noch zu wenig – hier gibt es jedenfalls Luft nach oben“, so die SPÖ-Abgeordnete. (Schluss) ah

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