Neues Volksblatt: "Gut qualifiziert (von Markus Ebert)

Ausgabe vom 15. Februar 2017

Linz (OTS) - Mathematik ist nicht die große Stärke der linken Hochschülerschaftsführung. Andernfalls nämlich könnten sich die Roten, Grünen und sonstwie gefärbten Studentenvertreter leicht ausrechnen, dass man um eine bestimmte Menge nun einmal nicht mehr bekommt, auch wenn man das möchte. Wenn für den tertiären Bildungsbereich so und so viele Milliarden zur Verfügung stehen, macht es sehr viel Sinn, dieses Geld auf eine klar definierte Anzahl von Studenten aufzuteilen, statt mit der Gießkanne drüber zu gehen. Dass der freie Hochschulzugang eine linksideologische Schimäre ist, beweisen seit einigen Jahren hinlänglich die Fachhochschulen, die im übrigen auch noch die Mär von der sinkenden sozialen Durchmischung widerlegen, wenn eben dieser freie Unizugang wegfalle. Auf die Idee, dass man als Zugangsbeschränkung auch soziale Kriterien verstehen kann, kommen die ÖH-Linken offenbar nicht. Und ebensowenig erkennen sie, dass eine kapazitätsorientierte Studienplatzfinanzierung der Qualität der Lehre einen Schub verleihen kann, ja muss. Schließlich sind ja nicht nur die Studenten gefordert, ihre Leistung zu bringen, sondern auch die Lehrenden — was dem Universitätsstandort Österreich wohl nur gut tun kann, wenn man sich diverse Rankings ansieht.
Dass es Studentenvertreter gibt, die mehr Realitätssinn als die Linken beweisen, lässt zudem auf durchaus gut qualifizierte Uni-Abgänger hoffen.

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