Dziedzic: Hassverbrechen aufgrund sexueller Orientierung als solche sichtbar machen

Grüne: Solidarität mit der kroatischen LGBTI Community wichtig

Wien (OTS) - Am Sonntagabend wurde eine Party der LGBTI Community in Zagreb von einem unbekannten Täter mit Tränengas attackiert. Gestern Abend protestierten rund 1000 Personen friedlich dagegen. "Die zunehmend offen ausgetragene Gewalt gegen Minderheiten ist das Resultat einer konservativ-rückwärts gerichteten kroatischen Gesellschaftspolitik und ein Angriff auf uns alle. Das sind Entwicklungen, die wir überall auf der Welt beobachten. Vereinzelt kommt es auch bei uns in Österreich nach wie vor zu gewalttätigen Übergriffen aufgrund der sexuellen Orientierung", zeigt sich Ewa Dziedzic, Grüne LGBTI Sprecherin und Bundesrätin, schockiert. 

Menschenrechte werden zunehmend offen in Frage gestellt, Minderheiten werden zum Feindbild stilisiert. Die Hassverbrechen, gerichtet gegen eine bestimmte soziale Gruppe aufgrund ihrer sexuellen Orientierung und/oder Geschlechtsidentität, müssen als diese wahrgenommen und sichtbar gemacht werden. 

"Wir sind solidarisch und werden genau beobachten wie sich die Situation entwickelt", sagt Dziedzic. "Diese Eskalation von Gewalt zeigt auch, dass Kroatien kein sicherer Drittstatt ist, in den lesbisch, schwule, bisexuelle, trans* oder inter* Flüchtlinge zurückgeschoben werden dürfen. Da dürfen wir nicht weg sehen."




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