Bundesjugendvertretung & BildungssprecherInnen: Wir brauchen mehr Medienbildung!

Bei einem gemeinsamen Treffen unterstützten alle Parteien die Forderungen der BJV

Wien (OTS) - Anfang Februar trafen sich die Vorsitzenden der Bundesjugendvertretung (BJV) mit den BildungssprecherInnen aller Parlamentsparteien, um über Medienbildung zu sprechen und Visionen für die Zukunft zu diskutieren. Dabei wurde klar, dass in vielen Bereichen ein breiter Konsens über den Handlungsbedarf seitens der Politik besteht. Alle Parteien konnten sich auf die Forderungen der BJV zum Thema einigen.

Die wichtigsten Punkte in Zusammenfassung:

Medienbildung an den Schulen

Vermittlung von Medienkompetenz in der Schule ist essentiell. Medienkompetenz umfasst dabei nicht nur den sicheren und informierten Umgang mit digitalen Medien, sondern vor allem auch die Fähigkeit, Quellenkritik zu üben sowie die Vermittlung einer soliden demokratiepolitischen Grundbildung. Freiwillige Angebote, wie zum Beispiel Generationenübergreifendes Lernen, Elternbildung oder Überlegungen zu einer breiten Auslegung des Faches Politische Bildung, können hier sinnvoll sein. Außerdem fordern wir mediendidaktische und -pädagogische Konzepte, die auf die unterschiedlichen Nutzungsverhalten, Interessensgebiete und Betroffenheit (z.B von Cybermobbing) von Burschen und Mädchen bei der Nutzung digitaler Medien, wie in der BJV #MeinNetz Studie deutlich belegt, Rücksicht nehmen.

Medienbildung in der PädagogInnenausbildung

Medienkompetenz muss auf jeden Fall als zentraler Bestandteil und verpflichtende Querschnittsmaterie der PädagogInnenausbildung vermittelt werden. Jede angehende Lehrperson sollte mit fundiertem Fachwissen sowie entsprechenden didaktischen Kompetenzen für die Vermittlung von Medienkompetenz ausgestattet sein und verpflichtende regelmäßige Weiterbildungen in diesem Bereich absolvieren. Dabei sollte Medienbildung v.a. auch im Lehramtsstudium einen fixen Platz bekommen.

Externe AkteurInnen mit Medienkompetenz sollen auch in der formalen Bildung eingebunden werden, wenn Lehrkräfte hierbei Unterstützung benötigen. Im Rahmen der Schulautonomie könnten hier passgenaue und bedarfsgerechte Kooperationen für die jeweiligen lokalen Schulstandorte gefördert werden.

Klarer Auftrag

Die Bundesjugendvertretung zeigt sich sehr erfreut darüber, dass es beim Thema Medienbildung einen breiten Konsens über Parteigrenzen hinweg gibt. Das zeigt die Wichtigkeit aber auch den klaren Auftrag, mit der politisch in diesem Bereich weitergearbeitet werden muss.

Nähere Infos zur #MeinNetz Studie:
http://tinyurl.com/BJVStudie2017

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