VIRUS Nach Ölunfall in der Lobau nicht zur Tagesordnung übergehen

Mit Maßnahmenkatalog von Prüfung bis Absiedelung Wiederholung ausschließen

Wien (OTS) - Der lange unbemerkt gebliebene Austritt von kolportierten 160 möglicherweise aber noch mehr Tonnen Dieselöl im Bereich des Öltanklagers Lobau veranlasst die Umweltorganisation VIRUS dazu, verbesserte Maßnahmen zu fordern. "Die Lobau mit ihren Wasser- und Naturschätzen ist, was Ölkontamination aus der Kriegs-und Nachkriegszeit betrifft bereits leidgeprüft. Jetzt braucht es neben maximaler Schadensbegrenzung bessere Vorkehrungen", so Sprecher Wolfgang Rehm.

Es müssten nun einerseits maximale mögliche Gegenmaßnahmen wie Ölsperren, Abpumpen, sowie Sondierungen und Beweissicherungen erfolgen und sollten die Ergebnisse zeitnah veröffentlicht werden. "Hier darf nicht am falschen Platz gespart werden, braucht es volle Transparenz und haben allfällige Vertuschungsversuche, die wir allerdings niemandem unterstellen wollen, keinen Platz", so Rehm. Da der Austritt offenbar auch ins Hafenbecken erfolgt sei, müsse davon ausgegangen werden, dass die gegen die alte Altlast getroffenen Maßnahmen, mittels Umspundung und Sperrbrunnen Kohlenwasserstoffe von der Unteren Lobau fernzuhalten, zumindest teilweise unwirksam seien. VIRUS fordert eine Sonderprüfung aller Anlagenteile, insbesondere von Schweißnähten. Bis deren Ergebnisse vorliegen würden und Schwachstellen saniert seien, müsse der Betrieb des Tanklagers auf das absolut unvermeidliche Minimum heruntergefahren werden. Für die Zukunft brauche es eine bessere Risikoanalyse sowie ein Vorsorgekonzept mit mehr vorbeugenden Materialprüfungen und Sanierungen. "Die beste Lösung ist allerdings, die Absiedlung des Tanklagers voranzutreiben und umzusetzen. So lange dies nicht passiert schwebt weiter ein Damoklesschwert über dem Nationalpark und Grundwasser," so Rehm abschließend.

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Wolfgang Rehm, 0699/12419913, virus.umweltbureau@wuk.at

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