Ruby O. Fee ist „Die Ketzerbraut“

ORF-Premiere für ORF/Sat.1-Bestsellerverfilmung mit Uhlig, Letkowski, Manker und Schärf in weiteren Rollen am 14. Februar in ORF eins

Wien (OTS) - Eine dunkle Epoche und eine junge Frau im Kampf gegen die Kirche. Nach der „Wanderhuren“-Trilogie und dem Zweiteiler „Die Pilgerin“ steht am Dienstag, dem 14. Februar 2017, um 20.15 Uhr ein weiterer Bestseller von Iny Lorentz auf dem ORF-Programm: Als die titelgebende „Ketzerbraut“ gerät Nachwuchstalent Ruby O. Fee im gleichnamigen ORF/Sat.1-TV-Eventfilm in ORF eins zwischen die Fronten des Glaubenskriegs zu Zeiten der Reformation und erzählt darin vom wahrscheinlich bedeutendsten Umbruch in der Geschichte des Christentums. Neben Ruby O. Fee spielen in weiteren Rollen dieses bildgewaltigen Historienfilms u. a. auch Christoph Letkowski, Manuel Mairhofer, Christopher Schärf, Johannes Zeiler, Paulus Manker, Elena Uhlig („Vier Frauen und ein Todesfall“), „Dancing Star“ Martin Leutgeb, Stefano Bernardin, Miguel Herz-Kestranek und Christoph M. Orth. Regie führte „Wanderhuren“-Regisseur Hansjörg Thurn, der gemeinsam mit Esther Bernstorff, Dirk Salomon und Thomas Wesskamp für das Drehbuch verantwortlich zeichnet. Die Dreharbeiten fanden im September und Oktober 2016 in Tschechien, Österreich und Deutschland statt.

Ruby O. Fee: „Wie in einem Traum“

„Ich habe großen Respekt vor der Figur Veva. Sie ist selbstbewusst, mutig, sie weiß, was sie will, und glaubt an sich!“, beschreibt Ruby O. Fee ihre Rolle. Wie sie sich bei den Dreharbeiten in eine 500 Jahre vergangene Zeit eingefunden hat? „Das kostet ziemlich viel Energie. Man muss sich das wie einen Traum vorstellen, eine Fantasiewelt, die man selbst erfunden hat. Was in einem Traum passiert, erscheint einem ja real: die Gefühle und selbst die absurdesten Situationen. An einem Filmset ist das ähnlich: Man spielt nicht, man agiert wie in einem Traum – und damit ist es echt.“ Und weiter über die Vorbereitungen zu dem Film: „Ich musste vor allem die Umgangsformen der damaligen Zeit erlernen: die Etikette bei Hof und wie man sich damals als Frau in der Öffentlichkeit verhielt. Reiten war natürlich auch Teil der Vorbereitung. Ich habe viel über die Kunst und Künstler der Zeit erfahren. Das war spannend und hat mich sehr interessiert. Ich wollte ein Gefühl dafür bekommen, wie die Leute damals empfanden. Deswegen habe ich mir auch die Musik aus der Zeit um 1500 angehört.“

Elena Uhlig: „Das war schon sehr dunkel“

Elena Uhlig spielt Walpurga von Gigging, die intrigante Ehefrau des Ritters von Gigging (Christoph Letkowski) und rechte Hand von Johann von Perlach (Paulus Manker). Bei der Suche nach Ketzern schreckt sie vor keinem Mittel zurück. Doch ist sie wirklich getrieben von überzeugtem Katholizismus? Oder verfolgt die machthungrige Frau ganz eigene Ziele? Elena Uhlig über ihre Rolle: „Für mich persönlich ist Walpurga von Gigging nicht mehr böse. Für mich ist sie eine ganz arme Figur, die viel Leid erfahren hat. Ich habe gemerkt, dass das Attribut ,Ich spiele jetzt böse‘ nicht reicht, um einen Charakter zu verkörpern. Man muss die Figur fühlen – dann kommt das entsprechende Verhalten ganz von selbst. Für unser Weltbild sind ihre Absichten böse und nicht vereinbar mit unseren Werten. Deshalb spiele ich in den Augen der Zuschauer die Böse. Aber die Figur versteht sich selbst nicht als ,böse‘. Sie fühlt sich im Recht. Und das ist eine Herausforderung. Ich, Elena Uhlig, lehne natürlich sehr viele ihrer Handlungen ab. Trotzdem muss ich die Figur überzeugend spielen. Das ist schon schwierig. Nichtsdestotrotz habe ich die Rolle geliebt – auch wenn ich froh war, als ich sie wieder ablegen konnte. Das war schon sehr dunkel.“

Mehr zum Inhalt

München, 1517: Veva (Ruby O. Fee) wächst wohlbehütet als reiche Kaufmannstochter bei ihrem Vater auf, bis ihr schlagartig alles genommen wird: ihr Haus niedergebrannt, ihre Familie ermordet, ihre Ehre geschändet. Das brave Mädchen von einst sinnt nun auf Rache. Doch wer ist noch Freund und wer Feind? Kann Veva sich auf ihren Jugendfreund, den Freigeist Ernst Rickinger (Christoph Letkowski), verlassen? Oder steckt er mit dem „Ketzer“ unter einer Decke? Dieser verteilt maskiert Flugblätter in der Stadt und wettert gegen den Ablasshandel der katholischen Kirche. Damit ist er Pfarrer Johann von Perlach (Paulus Manker) ein Dorn im Auge. Auf der Jagd nach dem Ketzer verbreitet der Kirchenmann mit Hilfe des Ritters von Gigging und seiner listigen Frau Walpurga (Elena Uhlig) Angst und Schrecken in der Bevölkerung Münchens. Willkürliche Folter und qualvolle Todesstrafen stehen zu Zeiten der Inquisition auf der Tagesordnung. Doch sind die Ideen des vermeintlichen „Ketzers“ tatsächlich so abwegig? Wieso kann Veva sich mit seinen Methoden plötzlich eher anfreunden als mit Johann von Perlachs brutalem Vorgehen? Sind im Glauben wirklich alle Mittel recht? Und ist Martin Luther (Adrian Topol) tatsächlich so gefährlich, wie die katholische Kirche behauptet?

„Die Ketzerbraut“ ist eine Andreas Bareiss Produktion der TV60Film in Koproduktion mit Sat.1, ORF, Aichholzer Filmproduktion GmbH und Wilma Film s.r.o. in Zusammenarbeit mit Red Arrow International, gefördert u. a. auch durch Filmfernsehfonds Bayern, Fernsehfonds Austria, Film Industry Support Programme des Kulturministeriums der Tschechischen Republik und dem Land Salzburg.

„Die Ketzerbraut“ ist nach der TV-Ausstrahlung sieben Tage auf der Video-Plattform ORF-TVthek (http://TVthek.ORF.at) als Video-on-Demand und auch als Live-Stream abrufbar.

Das gesamte TV-Angebot des ORF – ORF eins, ORF 2, ORF III, ORF SPORT + sowie 3sat – ist auch im HD-Standard zu empfangen. Alle Informationen zum ORF-HD-Empfang und zur Einstellung der neuen HD-Angebote finden sich auf der Website hd.ORF.at, die ORF-Service-Hotline 0800 / 090 010 gibt kostenfrei aus ganz Österreich persönliche Hilfestellung.

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