"Für Freiheit und Demokratie“: SPÖ Wien gedachte Opfern der Februarkämpfe vor 83 Jahren

Wien (OTS/SPW) -

Am 12. Februar jährt sich der Beginn des BürgerInnenkriegs von 1934 heuer zum 83. Mal. Traditionell gedenkt die Sozialdemokratie rund um diesen Termin der Opfer der Februarkämpfe. Wiens SPÖ-Vorsitzender, Bürgermeister Michael Häupl, betont anlässlich des morgigen Gedenktages, dass es die Aufgabe der Sozialdemokratie sei, für sozialen Zusammenhalt einzutreten: "Das ist die Lehre von 1934: Wer die Demokratie erhalten will, muss die Armut bekämpfen und das Miteinander stärken.“ ****

Der 12. Februar 1934 markiert den Beginn des Bürgerkriegs. Es folgte das Verbot der Sozialdemokratischen Partei, der Gewerkschaften und sämtlicher sozialdemokratischer Organisationen. Häupl unterstreicht: "Die Sozialdemokratie ist immer schon auf der richtigen Seite gestanden – nämlich auf jener von Demokratie und Freiheit.“

Gestern, Freitag, luden die Wiener SPÖ-Bildung, der Bund Sozialdemokratischer Freiheitskämpfer/innen und die Sozialistische Jugend Wien zum Gedenken an die Opfer der Februarkämpfe vor 83 Jahren. Dieses Jahr gedachte man der Opfer vor dem Amtshaus Floridsdorf. Die Begrüßung wurde durch Gemeinderat Marcus Schober, Sekretär der Wiener SPÖ-Bildung, vorgenommen.

Im Anschluss sprach Johannes Schwantner, Vorsitzender des Bundes Sozialdemokratischer Freiheitskämpfer/innen: "Das Aufbäumen der ArbeiterInnenschaft am 12. Februar war der letzte Versuch, die faschistische Diktatur abzuwehren. Auch heute versucht der Kapitalismus, die schwer erkämpften Verbesserungen der ArbeiterInnenbewegung zurückzudrängen und abzuschaffen.“

Fiona Herzog, Vorsitzende der Sozialistischen Jugend Wien, hielt in ihrem Redebeitrag fest: "Auch nach 83 Jahren stehen wir noch hier und erinnern uns. Denn als AntifaschistInnen wissen wir, wie wichtig es ist, sich mit der Geschichte zu befassen und niemals zu vergessen.“ Herzog ging infolge auf aktuelle Entwicklungen in Österreich ein: "Wer Sicherheit möchte, muss in erster Linie soziale Sicherheit schaffen. Hören wir auf, über Kopftücher zu sprechen, als würden sie unsere Existenz bedrohen, hören wir auf, immer mehr Geld für Grenzschutz bereitzustellen anstatt für Schulen. Denn ein System, das auf Ausbeutung und Ungleichheit basiert, kann niemals zu Stabilität und Frieden führen.“

Der SPÖ-Vorsitzende des Gastgeberbezirks Floridsdorf, Stadtrat Michael Ludwig, erinnerte sich, dass auf den Tag genau vor 33 Jahren die leidenschaftliche Antifaschistin Rosa Jochmann die Rede beim Februargedenken hielt: "Ich war 1984 vor Ort in Floridsdorf und von ihrer Persönlichkeit tief beeindruckt!“ Seit jeher betrachte er Bildungsarbeit als persönliche Lebensaufgabe. Anschließend ging Ludwig auf die Courage der "Februar-HeldInnen“ ein, die mit ihrem Leben für Freiheit, Demokratie und Gerechtigkeit kämpften. Sorge bereite ihm die Entwicklung, dass immer öfter versucht werde, Keile in Gesellschaften zu treiben: "Es gilt, wachsam zu sein und gezielt ein Klima des Miteinanders zu fördern.“ Als besondere Herausforderung bezeichnete Ludwig das "virtuelle Klima in den manchmal ganz und gar nicht sozialen Medien“. Dort ließen sich "Radikale, auch Mandatare von politischen Mitbewerbern, immer öfter völlig hemmungs- und rücksichtslos“ aus: "Intoleranz, Hetze und Respektlosigkeit haben weder im Alltag noch in der virtuellen Welt etwas zu suchen!", so Ludwig. (Schluss) tr

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