Willi: Deutsche Mautpläne werden zum Rohrkrepierer

Grüne: ADAC-Studie bestätigt Unwirtschaftlichkeit

Wien (OTS) - „Es ist richtig, dass auch Deutschland eine Pkw-Maut einführen will. Straßenerhalt kostet Geld. Kaputte Straßen helfen niemandem und sind ein Problem für die Verkehrssicherheit. Aber die Art, wie Minister Dobrindt die Pkw-Maut anlegt, sorgt für Aufregung. Der Verdacht, dass sie für Ausländer diskriminierend ist, erhärtet sich immer mehr,“ urteilt der grüne Verkehrssprecher Georg Willi.

 Die jüngste Studie zu den finanziellen Auswirkungen der geplanten Maut erinnert Willi an Schilda. Laut Berechnung des Münchner Verkehrsexperten Ralf Ratzenberger, im Auftrag des ADAC, dürfte das Dobrindt'sche Mautmodell ein Negativgeschäft werden. Die Einnahmen werden die Kosten des bürokratisch extrem aufwändigen Systems nicht abdecken, weil der Entlastungsbetrag bei der Kfz-Steuer mit dem kräftig steigenden Anteil der Euro-6-Pkw deutlich zunehmen wird. "Der Staat müsste draufzahlen. Ein voller Rohrkrepierer für Dobrindt“, bringt es Willi auf den Punkt.

 „Ich rate dem deutschen Verkehrsminister, die derzeit gängigen Mautmodelle in Europa zu studieren und dann jenes zu nehmen, das für sein Land am besten passt. Positiv am jetzigen Vorschlag finde ich die Staffelung der Mauten nach Euroklassen, weil 'sauberere' Pkw billiger fahren. 'Stinken' soll sich nicht lohnen. Das ist ein guter Ansatz. Für Dobrindt kann das Motto nur heißen: Zurück an den Start! Alles andere ist nur noch peinlich“, meint Willi.

 

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