„Kulturmontag spezial“ aus Berlin

Josef Hader im Interview, Überblick über Berlinale und das kulturelle Berlin

Wien (OTS) - Eine wilde Maus auf Bärenjagd, Glamour und Politik im Festivalbezirk, dunkle Geschäfte im Problem-Kiez Neukölln und Zeitenwende in Berlins Theaterszene: Clarissa Stadler präsentiert am 13. Februar 2017 um 23.10 Uhr in ORF 2 in einem „Kulturmontag spezial“ Highlights der Berlinale und andere wichtige Kulturthemen der Stadt.

Erfahrung als Drehbuchautor sammelte Josef Hader, Österreichs Großmeister der Kleinkunst, bereits als Koautor der erfolgreichen Verfilmungen von Wolf Haas’ Brenner-Krimis. Dass er jetzt mit seinem vom ORF im Rahmen des Film-/Fernseh-Abkommens kofinanzierten Spielfilm-Debüt in den offiziellen Bewerb der Berlinale eingeladen wird, ist dennoch eine besondere Ehre. „Wilde Maus“ ist ein hochmusikalischer Film über die Wut des Spießers. Hader selbst spielt die Hauptrolle eines geschassten Musikkritikers, der seine Wut in kleine Sabotageakte kanalisiert und im Wiener Prater strandet. Der „Kulturmontag“ bittet den Neoregisseur (der am 16. Februar auch in „heute leben“ zu Gast ist) zum Interview.

Nicht minder musikalisch: der Eröffnungsfilm der Berlinale, Etienne Comars Hommage an den legendären Jazzgitarristen Django Reinhardt. Mit großen Erwartungen aufgeladen ist die Fortsetzung eines Kultfilms aus den 1990er Jahren: „T2 Trainspotting“ versammelt die Antihelden aus Danny Boyles psychedelischer Milieustudie 20 Jahre nach dem Erstling. Vom Zufall treiben ließ sich der auf tragische Weise früh verstorbene österreichische Filmemacher Michael Glawogger auf seiner letzten dokumentarischen Reise. „Untitled“ (ebenfalls vom ORF im Rahmen des Film-/Fernseh-Abkommens kofinanziert) heißt sein cineastisches Vermächtnis, das seine Cutterin Monika Willi fertiggestellt hat und das jetzt auf der Berlinale zu Ehren kommt – der „Kulturmontag“ über diese und andere Highlights des Festivals.

Als Problemviertel sorgt der Bezirk Neukölln immer wieder für Schlagzeilen. Ganze Straßenzüge werden von libanesisch-kurdischen Clans beherrscht. Der österreichische Filmemacher Marvin Kren hat diesen Mikrokosmos als Schauplatz einer Miniserie gewählt – auf seiner Besetzungsliste stehen neben professionellen Schauspielern auch echte Clan-Mitglieder und ein Rapper. Der „Kulturmontag“ mit einer Milieustudie.

Wien gilt als theaterversessen, aber auch in Berlin hat die Bühnenszene das Potenzial, für heftige politische Erregung zu sorgen. Demnächst räumt Frank Castorf, Intendant der Volksbühne, sein Direktionsbüro. Sein Nachfolger ist der belgische Kulturmanager Chris Dercon, zuletzt Chef der Londoner Tate Gallery of Modern Art. Schon lange vor Amtsantritt bläst ihm eisiger Gegenwind entgegen, er wolle das Haus mit langer linker Tradition gentrifizieren, so der Vorwurf. Direktionswechsel auch am Berliner Ensemble: Nach 18 Jahren geht Claus Peymann. Im Interview mit dem „Kulturmontag“ zieht er Bilanz.

Mit Blockbustern wie „Total Recall“, „Basic Instinct“ oder „RoboCop“ wandelt der niederländische Regisseur Paul Verhoeven auf dem schmalen Grat zwischen Trash und Avantgarde, Mainstream und Subversion. Zuletzt gelang ihm mit dem Vergewaltigungsdrama „Elle“ mit Isabelle Huppert ein Kritikererfolg. Verhoeven ist heuer Jury-Präsident der Berlinale. Der „Kulturmontag“ mit einem Porträt.

Der ORF mit weiteren Filmen bei der Berlinale

Neben Josef Haders Regiedebüt „Wilde Maus“ im Wettbewerb und Michael Glawoggers letztem und von Cutterin Monika Willi vollendetem Dokumentarfilm „Untitled“ (Sektion: Panorama Dokumente) stehen folgende im Rahmen des Film/Fernseh-Abkommens vom ORF kofinanzierte Filme auf dem Festivalprogramm: Greg Zglinskis Beziehungsdrama „Tiere“ (Sektion: Forum), Adrian Goigingers „Die beste aller Welten“ (Sektion: Perspektive Deutsches Kino), „Die Blumen von gestern“, „Die Mitte der Welt“, „Nebel im August“ (jeweils Sektion: Lola at Berlinale) und „Siebzehn“ (Sektion: Gast der Perspektive Deutsches Kino).

Die Berlinale im ORF

Die Highlights der Verleihung (die live auf 3sat zu sehen ist) zeigt ORF 2 in einer Sondersendung am Sonntag, dem 19. Februar, um 23.05 Uhr in ORF 2 unter dem Titel „Die Bären sind los – Preisverleihung und Höhepunkte der 67. Berlinale“. Neben umfassender aktueller Kulturberichterstattung in Radio, TV und online (ORF und 3sat) zeigt ORF 2 als ORF-Premiere den Gewinner des Silbernen Bären für die beste Regie 2014: Richard Linklaters „Boyhood“ am Sonntag, dem 19. Februar, um 23.15 Uhr. 3sat zeigt das Drama „Julia“ (17. Februar, 22.35 Uhr) mit Oscar-Preisträgerin Tilda Swinton als lasziver Trinkerin.

Der „Kulturmontag“ wird als Live-Stream sowie nach der TV-Ausstrahlung sieben Tage als Video-on-Demand auf der Video-Plattform ORF-TVthek (http://TVthek.ORF.at) bereitgestellt.

Das gesamte TV-Angebot des ORF – ORF eins, ORF 2, ORF III, ORF SPORT + sowie 3sat – ist auch im HD-Standard zu empfangen. Alle Informationen zum ORF-HD-Empfang und zur Einstellung der neuen HD-Angebote finden sich auf der Website hd.ORF.at, die ORF-Service-Hotline 0800 / 090 010 gibt kostenfrei aus ganz Österreich persönliche Hilfestellung.

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