FPÖ-Mölzer: Verbrechen der Partisanenarmee dürfen nicht in Vergessenheit geraten

Justiz muss sich für die Klärung einer Vielzahl von Gewaltverbrechen einsetzen

Wien (OTS) - „Die Kapitulation der deutschen Wehrmacht markierte zwar das offizielle Kriegsende, wobei dies nicht allerorts ein angstfreies Leben bedeutete“, erinnerte der freiheitliche Abgeordnete zum Nationalrat Wendelin Mölzer in Hinblick auf die Vielzahl an Gewaltverbrechen, die nach Kriegsende in Kärnten verübt wurden. Mölzer verwies diesbezüglich auf die Anzeige eines Nachkommens von betroffenen Opfern im Jahr 2016, diese wurde zwar seitens der Staatsanwaltschaft Klagenfurt geprüft, allerdings sah man von der Einleitung eines Ermittlungsverfahrens ab.

„Die Volksrepublik Jugoslawien forderte den Anschluss Kärntens an das kommunistische Jugoslawien, was eine militärische Besetzung von Teilen des Landes durch die Armee Jugoslawiens zur Folge hatte. Während dieser Besetzungszeit wurde seitens der jugoslawischen Armee eine Vielzahl an Nachkriegsmassakern an der Kärntner Bevölkerung verübt, die als Kriegsverbrechen und Verbrechen wider die Menschlichkeit zu werten sind, da zahlreiche Zivilpersonen durch Angehörige der Partisanenarmee verhaftet und verschleppt wurden, wobei eine Vielzahl dieser Verhaftungen in keinem Zusammenhang mit der Gefangennahme von Angehörigen der ehemaligen deutschen Wehrmacht standen“, so Mölzer weiter.

Mittels einer parlamentarischen Anfrage möchte Mölzer nun eine konkrete Information seitens des Justizministers erwirken, die klärt, warum nicht alle Nachkriegsverbrechen der Partisanenarmee in Kärnten von Seiten der österreichischen Justiz weiterverfolgt würden. „Auch wenn die Fälle der Verhaftungs- und Verschleppungswelle durch die Partisanenarmee in Kärnten bereits Jahrzehnte zurückliegen, so handelt es sich hierbei um ungeklärte Schicksalsfälle, die zumindest ein Recht auf Aufklärung haben“, erklärte Mölzer seinen Einsatz in dieser Causa.

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