Berndorf Gruppe 2016 auf Erweiterungskurs: Bedeutende Firmenneuzugänge aus Europa und den USA

Berndorf (OTS) - Appetit auf mehr Internationalität entwickelte die Berndorf Gruppe im abgelaufenen Jahr. Mit vier Neuzugängen aus den Bereichen Motorentechnik, Wärmebehandlung, Qualitätsdrahterzeugung und Stahlbandfertigung in der Laminatindustrie werden die unter dem Dach der Berndorf AG versammelten Unternehmen künftig rund 2850 Mitarbeiter weltweit beschäftigen. Das ist der größte Wachstumsschub seit acht Jahren für die Unternehmensgruppe. Die branchenseitige Vielfalt der Zugänge erklärt sich aus der diversifizierten Produktstrategie, sagt Berndorf AG CEO Peter Pichler: „Durch geschickte Zukäufe steigern unsere Töchter die globale Präsenz in ihrer Nische.“

Europa-Zuwachs bei Stoba und Berndorf Band

Seinen Wachstumshunger stillte der Berndorfer Bär 2016 in Tschechien und Deutschland sowie in den USA. In Tschechien übernahm die stoba Präzisionstechnik, das größte Automotive-Unternehmen der Berndorf Gruppe, den modern ausgestatteten Produktionsbetrieb eines ehemaligen Mitbewerbers samt Belegschaft. Das Werk in Brünn wird als neues feinmechanisches Kompetenzzentrum der Gruppe positioniert und fertigt feinmechanische Bauteile für Kraftstoff-Einspritzsysteme in Fahrzeugen.

Der weltweit agierende Stahlband-Produzent Berndorf Band sicherte sich mit einem Asset-Deal in Deutschland Anlagen und technisches Know-how für die Erzeugung strukturierter Stahlbänder in der Laminatfertigung vom Mitbewerber Sandvik Surface Solutions. Dieser hatte sich zuvor entschlossen, sich aus diesem Marktsegment zurückzuziehen. Berndorf Band wurde von der Branche als idealer Nachfolgekandidat begrüßt.“

US-Engagements von Aichelin und Pengg

Hauptverantwortlich für die neuen USA-Engagements der Berndorf Gruppe im Jahr 2016 zeichnen Aichelin und Pengg. Aichelin akquirierte erfolgreich die Atmosphere Group, Holdinggesellschaft der AFC-Holcroft. Beide Unternehmen sind führende Marktteilnehmer mit State-of-the-Art Technologien und Services bei industriellen Wärmebehandlungs-Lösungen. Mit diesem Zukauf gelang der Aichelin, die seit 1997 Teil der Berndorf Gruppe ist, der bisher größte Erweiterungsschritt ihrer Geschichte. Damit werden auch sämtliche bisherigen US-Aktivitäten von Aichelin in Wixom (Michigan), dem neuen Headquarter für den amerikanischen Markt, konzentriert.

Die auf die Herstellung ölgehärteter Drähte spezialisierte Pengg-Gruppe, ein Joint-Venture der Berndorf AG mit der Industriellenfamilie Pengg, wandte sich nach dem mehrjährigen, erfolgreichen Aufbau der Produktion von Pengg Usha Martin in Indien nun erstmals dem stark wachsenden amerikanischen Markt zu. Im Oktober gab die Joh. Pengg AG, deren Hauptsitz im steirischen Thörl beheimatet ist, eine neue Partnerschaft mit American Spring Wire Corp. (ASW) aus Ohio bekannt. Das dafür neu gegründete Joint Venture firmiert als ASW.Pengg LLC und wird vom US-Hauptsitz in Bedford Heights aus hochwertige Spezialdrähte für den nordamerikanischen Markt produzieren.

Von der regionalen Nr. 1 zum globalen Nischenplayer

Schon in den vergangenen beiden Jahrzehnten hat die vor knapp 30 Jahren aus einem ehemals verstaatlichten Unternehmen privatisierte Berndorf AG mit der schrittweisen Internationalisierung ihrer Töchter begonnen. Ziel war es immer, in exakt definierten Märkten die Nummer 1 der Nische zu werden und dann den regionalen Aktionsradius zu erweitern. Erfolgreiches Wachstum in Ost- und Westeuropa wurde bald durch vielfältige Engagements in Asien – dort vor allem in China, Japan, Korea und Indien – aber auch in den USA ergänzt. Priorität hatte dabei vorwiegend die strategische Stärkung der vorhandenen Aktionsfelder der Berndorf Gruppe, sagt CFO Dietmar Müller: „Wachstum findet nicht um jeden Preis, sondern in verdaulichen Einheiten statt. Die finanzielle Unabhängigkeit, welche die Berndorf Gruppe in den letzten Jahrzehnten erlangt hat, hat für uns hohen Wert. Das würden wir nie aufs Spiel setzen.

Internationalisierung und Innovation sichern Arbeitsplätze in Österreich

Der Auftrag an wachstumsorientierte Nischenplayer, wie sie die Berndorf AG als Holdinggesellschaft in ihrer Gruppe versammelt, lautet: Dehne deine Nische so weit wie möglich rund um den Globus aus und versuche dabei, so nah wie möglich am Kunden zu sein. Für Berndorf AG-CEO Peter Pichler eine optimale Form der Krisenvorsorge:
„Gerade dann, wenn sich weltpolitische Entwicklungen immer schwieriger einschätzen lassen, verspricht diese Strategie den größtmöglichen Handlungsspielraum. In den drei wichtigsten Wirtschaftsräumen der Welt – von Europa über Asien bis in die USA – ist die Berndorf Gruppe nicht nur als Exporteur, sondern auch mit vor Ort ansässigen Produktionsbetrieben präsent.“ Dass die Kapazitäten in den USA 2016 aufgewertet wurden, erscheint vor dem Hintergrund der Re-Industrialisierungsdebatte in den Vereinigten Staaten zumindest nicht als Nachteil, die beiden Akquisitionen erfolgten vor den Präsidentschaftswahlen in den USA.

Die in Europa erarbeiteten Innovationen geben den Berndorf Unternehmen die Möglichkeit, ihren technologischen Vorsprung nun weltweit auf weiteren neuen „Heimmärkten“ zum Einsatz zu bringen, sagt Berndorf AG-CTO Franz Viehböck: „Wertschöpfung muss dort stattfinden, wo auch der Markt ist. Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die das verstanden haben, sichern die Wettbewerbsfähigkeit Berndorfs auch in Zukunft. Der jedes Jahr wachsende Output beim gruppenweiten Innovations-Wettbewerb der Berndorf AG belegt das nachdrücklich“, so Viehböck. Die starke europäische und internationale Vernetzung mit mittlerweile rund 70 Berndorf-Tochtergesellschaften in mehr als 20 Ländern weltweit sichert hochqualifizierte Arbeitsplätze in Österreich und macht die Berndorf AG widerstandsfähig gegen Krisen.

Über die Berndorf Gruppe

Die Berndorf Gruppe (www.berndorf.at) vereint verschiedene Unternehmen, die weltweit in den Bereichen der Metallverarbeitung, des Werkzeugbaus und des Maschinenbaus aktiv sind. Die Auslands- und Exportumsätze der seit 1988 in Privatbesitz befindlichen Berndorf AG, die an der Spitze der Gruppe steht, betragen mehr als 90 Prozent des Konzernumsatzes. 2016 hatten 2.850 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Unternehmensgruppe einen Umsatz von 590 Mio. Euro erwirtschaftet.

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