Glyphosat: Greenpeace ruft zur Unterstützung der Europäischen Bürgerinitiative auf

Echte Chance für glyphosatfreies Europa – Minister Rupprechter muss sich für Verbot einsetzen

Brüssel/Wien (OTS) - Greenpeace ruft dazu auf, die heute gestartete Europäische Bürgerinitiative gegen Glyphosat zu unterstützen. Diese wurde von der Umweltschutzorganisation mit initiiert. Der Einsatz des Unkrautvernichters steht schon lange in heftiger Kritik, weil Glyphosat wahrscheinlich krebserregend ist. Im heurigen Jahr wird auf europäischer Ebene über die weitere Zulassung entschieden. Greenpeace fordert von den politisch Verantwortlichen, sich für den Schutz der öffentlichen Gesundheit und damit gegen Glyphosat stark zu machen. An Bundesminister Rupprechter richtet die Umweltschutzorganisation die Einladung, als ersten Schritt selbst die Bürgerinitiative zu unterzeichnen.

„Politikerinnen und Politiker in Österreich und in Europa müssen endlich den Schutz der öffentlichen Gesundheit über die Profitinteressen von Bayer, Monsanto und Co. stellen“, fordert Greenpeace-Landwirtschaftsexperte Sebastian Theissing-Matei. „Vergangenes Jahr konnten wir gemeinsam mit unseren Unterstützerinnen und Unterstützern und einer breiten Bewegung verhindern, dass Glyphosat für 15 weitere Jahre zugelassen wird. Das war ein großer Erfolg. Jetzt haben wir die Gelegenheit, ein vollständiges Verbot zu erreichen.“ Die derzeitige Zulassung läuft mit Ende 2017 aus. Es ist jedoch davon auszugehen, dass die Agro-Chemie-Industrie, die EU-Kommission und auch große Mitgliedsstaaten wie zum Beispiel Großbritannien wieder ihr ganzes politisches Gewicht für eine weitere Verlängerung der Zulassung in die Waagschale werfen werden. „Umso stärker müssen wir uns dafür einsetzen, den Unkrautvernichter endlich von unseren Feldern und aus unseren Parks zu verbannen“, sagt Theissing-Matei. Die Bürgerinitiative sei das ideale demokratische Instrument, um der breiten Ablehnung von Glyphosat Ausdruck zu verleihen. Unterzeichnet werden kann die Initiative im Internet, man benötigt dafür nur einen Ausweis.

Glyphosat ist in der Europäischen Union und auch in Österreich der meistverwendete Unkrautvernichter. Er wird in Forst- und Landwirtschaft sowie im öffentlichen Raum, etwa in Parks, eingesetzt. Aufgrund seiner weitverbreiteten Anwendung ist es nicht vermeidbar, dass Menschen mit dem Wirkstoff in Kontakt kommen. Vor allem AnwenderInnen von Glyphosat, also zum Beispiel Gemeindebedienstete, die Straßenränder besprühen, oder LandwirtInnen, sind einem besonders hohen Risiko ausgesetzt. „Das heurige Jahr bietet eine echte Chance für ein glyphosatfreies Europa. Zeigen wir gemeinsam, dass wir eine breite gesellschaftliche Bewegung sind, die dieses Gift nicht länger akzeptiert“, sagt Theissing-Matei und fügt hinzu: „Bundesminister Andrä Rupprechter ist selbstverständlich auch eingeladen, zu unterzeichnen. Der Minister muss sich endlich zur Notwendigkeit eines Glyphosat-Verbots bekennen.“

Die Europäische Bürgerinitiative gegen Glyphosat kann hier unterzeichnet werden: http://landwirtschaft.greenpeace.at/glyphosat

Rückfragen & Kontakt:

Sebastian Theissing-Matei
Landwirtschaftssprecher
Greenpeace CEE in Österreich
Tel.: +43 (0)664 61 03 995
E-Mail: sebastian.theissing@greenpeace.org

Nora Holzmann
Pressesprecherin
Greenpeace CEE in Österreich
Tel.: +43 (0) 664 610 39 98
E-Mail: nora.holzmann@greenpeace.org

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