„Arbeiten für Österreich!“ (2) – Schieder: Wir brauchen eine digitale Aufklärung und eine soziale Agenda für die Digitalisierung

Digitales Know How soll allen Kindern und Jugendlichen zugänglich sein

Wien (OTS) - Heute, Dienstag Abend, luden SPÖ-Klubobmann Andreas Schieder und der SPÖ-Parlamentsklub nach Klagenfurt zur Auftaktveranstaltung der Bundesländertour „Arbeiten für Österreich!“. Der Abend stand unter dem Motto „Von der Kreidezeit zum Tablet“. Gemeinsam mit Bundeskanzler Christian Kern, dem Kärntner Landeshauptmann Peter Kaiser und den anwesenden Gästen wurde über bildungs- und forschungspolitische Herausforderungen in Österreich diskutiert. „Unsere politische Verantwortung ist es, den digitalen Gap in der Bevölkerung zu schließen. Dabei geht es nicht nur um das technische Wissen, sondern auch darum, einen kritischen und mündigen Umgang mit Informationen, die im Netz zu finden sind, zu ermöglichen“, unterstrich Schieder. „Die Sozialdemokratie war immer eine Bildungsbewegung. Genauso, wie wir vor 120 Jahren das emanzipative, kritische Denken in der ArbeiterInnenschaft forciert haben, geht es uns jetzt darum, das kritische und mündige Denken im Zeitalter der digitalen Revolution zu fördern. Nur kritische, wache Geister werden in der Lage sein, die digitale Aufklärung anzuführen“, verdeutlichte Schieder. ****

Schieder erzählte zu Beginn der Veranstaltung, dass er selbst 2010 in Shanghai die Präsentation des ersten iPads miterlebt hatte, zu einem Zeitpunkt, als noch daran gezweifelt wurde, ob sich so etwas wie ein Tablet durchsetzen würde. Heute, so Schieder, kann fast jedes Kleinkind mit Wischbewegungen so ein Gerät intuitiv bedienen, denn Elektronik und Digitalisierung sind allgegenwärtig.

Digitalisierung braucht soziale Agenda

In den 1970er Jahren hat die Sozialdemokratie mit dem Gratis-Schulbuch die gläserne Bildungsdecke durchschlagen. „Heute“, so Schieder, „geht es darum, den digitalen Gap zu überwinden, also die Kluft zwischen jenen mit Zugang zu Technik und Know How und jenen, die bisher davon ausgeschlossen waren. Auch bei der Gestaltung der Digitalisierung unserer Gesellschaft müssen unsere Werte -Freiheit, Gleichheit, Gerechtigkeit und Solidarität - prägend sein“, machte Schieder deutlich. „Digitalisierung, wie wir SozialdemokratInnen sie wollen, braucht eine soziale Agenda. Das bedeutet einen Zugang zu Wissen und Information für alle, das bedeutet eine positive Neugestaltung der Arbeitswelt für ArbeitnehmerInnen und das bedeutet einen Fortschritt für die gesamte Gesellschaft.“

Dass die Regierung nun bei Kindern ansetzt und beispielsweise SchülerInnen künftig mit kostenlosen Tablets ausstatten will, hält Schieder für den richtigen Ansatz. „Digitales Know How darf nicht vom Geldbörsel der Eltern abhängen, sondern muss allen Kindern und Jugendlichen gleichermaßen zugänglich sein. Tablets sind heutzutage ein alltägliches Werkzeug für SchülerInnen. Genauso, wie wir wollen, dass eine Mechanikerin mit einem Schraubenschlüssel umgehen kann, wollen wir, dass jeder Schüler und jede Schülerin mit dem Werkzeug Tablet umgehen kann“, so Schieder.

2017 ist Jahr der Arbeit – Zeit für Gerechtigkeit

2017 ist für Schieder das Jahr der Arbeit, in dem Österreich noch gerechter gestaltet wird. Für den SPÖ-Klubobmann ist es unabdingbar, hierbei die Frage nach der Gleichberechtigung zwischen Männern und Frauen zu stellen. „Die Frauen in Österreich wollen nicht mehr warten, sie wollen umgesetzt sehen, wofür sie seit 120 Jahren kämpfen: Sie wollen die volle Gleichberechtigung. Es darf keine Ausreden mehr geben – für gleiche Arbeit muss es den gleichen Lohn geben, unabhängig vom Geschlecht“, machte Schieder deutlich.

Von einem Brutto-Mindestlohn in der Höhe von 1.500 bei Vollzeitarbeit würden vor allem Frauen in Österreich profitieren. Derzeit arbeiten über 300.000 Menschen für weniger als 1.500 Euro, zwei Drittel davon sind Frauen. „Es kann nicht angehen, dass gerade in Branchen, in denen vorwiegend Frauen arbeiten, besonders schlecht bezahlt wird. Es ist Zeit für Gerechtigkeit und Zeit für Löhne und Gehälter, von denen Frauen und Männer in Österreich gut leben können“, forderte Schieder.

Schieder nutzte die Veranstaltung in Kärnten auch, um den SPÖ-Abgeordneten und BundesrätInnen aus Kärnten für ihre exzellente Arbeit im Parlament zu danken. (Schluss) kg

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