Aslan: IV-Präsident Kapsch sind Seilschaften wichtiger als Frauenförderung

Grüne: Qualifizierte Frauen zu fördern, darf nicht in Frage gestellt werden

Wien (OTS) - "Beim Instrument der Frauenquote geht es primär darum, dass gut qualifizierte Frauen mehr Chancen haben als durchschnittlich qualifizierte Männer. Dieses Gerechtigkeitsinstrument reduziert nicht nur Seilschaften, sondern erhöht auch die Qualität eines Unternehmens. Geht es nach IV-Präsident Kapsch soll nun auch noch die einzige frauenpolitische Forderung im neuen Arbeitsprogramm der Regierung abgedreht werden. Ist Herrn Kapsch die adäquate Repräsentation von Frauen egal? Wie sollen wir diesen Einwand verstehen?“, kritisiert die Frauensprecherin der Grünen, Berivan Aslan, entsprechende Aussagen des Präsidenten der Industriellenvereinigung, Georg Kapsch. Die Bundesregierung will ab 1.1.2018 börsennotierten Unternehmen sowie Firmen mit mehr als 1000 Beschäftigten eine Frauenquote von 30% für ihre Aufsichtsräte vorschreiben. Kapsch hat sich in der ORF-Pressestunde kritisch zu einer Frauenquote in  Aufsichtsräten ausgesprochen.

„Andere Länder haben uns gezeigt, wie gut das Instrument der Frauenquote funktioniert und ihre positiven Erfahrungen auch mit uns geteilt. Auf Freiwilligkeitsbasis hat es bis dato nicht funktioniert. Sollen die Frauen in Österreich noch weitere 50 Jahre warten, bis sich die Schieflagen in wichtigen Entscheidungsfunktionen ändern?“, fragt Aslan. „Die norwegische Regierung beschloss bereits 2003 eine 40 Prozent-Quote. Die Erfahrungsberichte zeigen, dass die Unternehmen dort von der Frauenquote profitiert haben. Damals gab es auch Widerstände seitens der Wirtschaft, aber der befürchtete Qualitätsverlust ist nicht eingetreten“, unterstreicht die Grüne.

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