Bundesschulsprecher: Bundesministerium für Bildung darf Autonomiepaket nicht missbrauchen

Das Paket darf nicht für andere Maßnahmen missbraucht werden.

Wien (OTS) - "Das Autonomiepaket wird seinem Namen nur gerecht, wenn das Bildungsministerium es nicht für andere Maßnahmen missbraucht und eine gewisse Entscheidungsgewalt auch tatsächlich auf die Schulen übertragen wird. Wir wollen eine Garantie, dass bei der Umsetzung des Pakets ganz stringent vorgegangen wird", fordert Bundesschulsprecher Harald Zierfuß. Die Autonomie sei für die Schulen und nicht für das Ministerium vorgesehen. Eine Entmündigung der Schulpartner wäre allerdings ein Schritt in die entgegengesetzte Richtung. Man müsse entsprechend sicherstellen, dass das Verständnis von Autonomie nicht zu weit auseinander klafft, so Zierfuß.

"Seit Jahren fordern wir mehr Entscheidungsgewalt für die Schulpartner und damit auch indirekt für die Schüler. Das Autonomiepaket sehen wir als Chance, die die Politik nicht verspielen sollte", so Bundesschulsprecher Harald Zierfuß.

"Wir sehen außerdem Anlass zur Sorge, dass das Bildministerium unter dem Deckmantel des Autonomiepakets den Grundstein für eine Gesamtschule legen will. Um das zu verhindern, muss die Cluster-Bildung unbedingt unter Einbindung der Schulpartner gemacht werden. Nur dann können ausgewogene Entscheidungen getroffen werden", sagt Harald Zierfuß abschließend.

Die Bundesschülervertretung (BSV) ist die gesetzlich gewählte Vertretung aller 1,1 Millionen Schülerinnen und Schüler. Sie setzt sich aus 27 Landesschulsprechern und zwei Sprechern der Zentrallehranstalten zusammen. Der derzeitige Bundesschulsprecher Harald Zierfuß kommt aus der Schülerunion.

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Harald Zierfuß
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