SPÖ-Berger-Krotsch: Weibliche Genitalverstümmelung (FGM) ist Menschenrechtsverletzung!

Internationaler Tag gegen Genitalverstümmelung: Schluss mit brutaler Gewalt an Frauen!

Weibliche Genitalverstümmelung ist Gewalt gegen Mädchen und Frauen. Sie gilt als schwere Menschenrechtsverletzung. Betroffene leiden ein Leben lang an körperlichen und emotionalen Folgen. Es gibt dafür keine Legitimation!
LAbg. Nicole Berger-Krotsch, SPÖ Wien Frauensekretärin

Wien (OTS/SPW) - "Weibliche Genitalverstümmelung ist Gewalt gegen Mädchen und Frauen. Sie gilt als schwere Menschenrechtsverletzung. Betroffene leiden ein Leben lang an körperlichen und emotionalen Folgen. Es gibt dafür keine Legitimation!", betont LAbg. Nicole Berger-Krotsch, Frauensekretärin der Wiener SPÖ anlässlich des Internationalen Tages gegen weibliche Genitalverstümmelung (FGM)am Montag. Prävention, Aufklärung und Beratung seien Grundpfeiler, um "diese Menschenrechtsverletzung zu stoppen. Darum steht dieses Tabuthema bei uns jedes Jahr im Fokus“. Weibliche Genitalverstümmelung (FGM) betrifft alle gesellschaftlichen Schichten und passiert auch in Europa und Österreich. Geschätzt wird, dass in Österreich ca. 8.000 Frauen betroffen sind. Die meisten Mädchen werden vor ihrem 5. Geburtstag verstümmelt. Die Verstümmelung der weiblichen Genitalien ist in Österreich seit 2011 gesetzlich verboten. Europaweit geht man von ca. 500.000 betroffenen Frauen aus, weltweit sogar ca. 150 Millionen Frauen und Mädchen.****

Im letzten Jahrzehnt hat die Stadt vielfältige, für eine Großstadt vorbildliche Maßnahmen im Kampf gegen FGM entwickelt. Sie reichen von Aufklärung bis hin zur gezielten Behandlung. In Wien gibt es Schulungen in den Spitälern und einen eigenen Leitfaden, der vor allem im Umgang mit Opfern unterstützen soll. Daneben setzt Wien auf die Sensibilisierung von Berufsgruppen, die potenzielle Opfer erreichen können. Ganz zentral ist hierbei eine enge Zusammenarbeit mit den Communities.

Wichtigste Anlaufstelle für Betroffene ist das FGM-Beratungszentrum im FEM-Süd im Kaiser-Franz-Josef-Spital, das österreichweit zu den wichtigsten Kompetenzzentren in Sachen FGM zählt. Seit 2009 finden FGM-betroffene Frauen eine spezialisierte gynäkologische Anlaufstelle in der Wiener Rudolfstiftung, die die österreichweit erste Ambulanz für vaginale Rekonstruktion aufgebaut hat. Diese kooperiert eng mit FEM Süd, das die betroffenen Frauen in ihrer Muttersprache berät und unterstützt.

"Wir wollen, dass alle Frauen und Mädchen in Wien frei von Angst oder Schmerzen leben können. Daher werden wir weiterhin gegen diese Menschenrechtsverletzung kämpfen. Im Mittelpunkt stehen das Selbstbestimmungsrecht der Frauen über ihren Körper, der Schutz von Opfern und die Bewusstseinsbildung. Wien ist hierbei Vorbild", so Berger-Krotsch. (Schluss) nk 

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