Kucharowits: Wir dürfen bei FGM nicht wegschauen

Müssen junge Frauen und Mädchen vor FGM/C schützen

Wien (OTS/SK) - Am 6. Februar ist der Internationale Tag gegen Female Genital Mutilation/Cutting (FGM/C), eine „grausame Tradition, bei der Mädchen und Frauen die äußeren Geschlechtsorgane teilweise oder ganz entfernt werden, häufig ohne Betäubung und unter schlimmsten hygienischen Bedingungen“, fasst Katharina Kucharowits, SPÖ-Kinder- und Jugendsprecherin, zusammen. Noch immer sterben jedes Jahr unzählige Mädchen und junge Frauen an den Folgen dieser Tortur. Laut dem Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen (UNICEF) sind rund 200 Millionen Frauen in 30 Ländern von FGM betroffen. ****

„Wir wissen, dass es häufig jungen Mädchen passiert und dass sie ihr Leben lang unter den Folgen von FGM leiden. Das passiert unter dem Deckmantel von Tradition und wird häufig tabuisiert. Wir müssen hinschauen, damit sich langfristig etwas ändert“, fordert Kucharowits. Damit verweist sie auch auf Daten der UNICEF, die zeigen, dass die Zahlen unter anderem durch die anhaltende Thematisierung von FGM sinken. "Wurden 1985 weltweit noch 51 Prozent der Mädchen und Frauen im Alter von 15 bis 19 Jahren Opfer von FGM, sind es heute 37 Prozent. Das ist immer noch viel zu viel, doch zeigt es, dass konsequentes Thematisieren und Kritisieren nicht folgenlos bleiben“, so die Abgeordnete.

Wieso FGM auch bei uns ein Thema sein und auch Österreich in die Pflicht genommen werden muss, erklärt Kucharowits: „Wir haben uns im Rahmen der UN-Ziele für nachhaltige Entwicklung – den Sustainable Development Goals - klar gegen Praktiken ausgesprochen, die Kindern Leid zufügen. Damit ist neben Zwangs- und Kinderehen auch FGM/C gemeint, das wir bis 2030 beenden wollen. Diese Ziele gelten auch für Österreich. Wir haben hier eine Verantwortung, in Österreich aktiv zu sein und gleichzeitig vor Ort im Rahmen der Entwicklungszusammenarbeit zu unterstützen“, stellt Kucharowits klar. (Schluss) bj/kg

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