Greenpeace-Erfolg im Outdoor-Bereich: Marktführer Gore Fabrics will entgiften

Gefährliche Chemikalien sollen künftig nicht mehr zum Einsatz kommen

München/Wien (OTS) - Einen Wendepunkt in der Herstellung von Outdoor-Bekleidung gibt die Umweltschutzorganisation Greenpeace heute auf der internationalen Sportartikelmesse ISPO in München bekannt:
Gore Fabrics, Ausrüster großer Outdoor-Marken wie The North Face und Mammut, verzichtet künftig auf den Einsatz von gefährlichen per- und polyfluorierten Chemikalien (PFC). Diese Verpflichtung folgt auf eine knapp fünfjährige Greenpeace-Kampagne, die es sich zum Ziel setzt, problematische Stoffe aus der Textilproduktion zu verbannen. Dadurch sollen Mensch und Umwelt geschützt werden.

„Eine ganze Industrie strebt den Wandel zu einer umweltfreundlichen Produktion an“, sagt Greenpeace-Sprecher Stefan Knoll. „In Zukunft werden wir die Natur in wetterfester Outdoor-Ausrüstung genießen können, die keine giftigen Spuren hinterlässt. Diesen bahnbrechenden Erfolg verdanken wir auch den zahlreichen kritischen Konsumentinnen und Konsumenten, die Gore Fabrics gemeinsam mit Greenpeace zum Umdenken gebracht haben.“ Gore Fabrics stellt nicht nur GORE-TEX®-Produkte her. Die Firma produziert vor allem Membrane und Beschichtungen für wind- und wasserfeste Textilien, Schuhe und andere Produkte großer Outdoor-Marken. Der Hersteller verpflichtet sich nun, bei den allgemeinen wetterfesten Laminaten bis Ende 2020, bei den Spezial-Laminaten bis Ende 2023 auf gefährliche PFC zu verzichten. Stattdessen sollen neue und umweltfreundlichere Technologien entwickelt werden. Zudem will Gore öffentlich dokumentieren, dass während der gesamten Lebensdauer seiner Produkte keine schädlichen PFC in die Umwelt gelangen.

„Unsere Produkte waren schon immer sicher, doch Gore versteht die Befürchtungen hinsichtlich einer potentiellen Umweltverschmutzung mit diesen gefährlichen Chemikalien und sieht ein, dass die Zeit für neue und umweltfreundlichere Technologien gekommen ist“, sagt Bernhard Kiehl, Chef für Nachhaltigkeit bei Gore Fabrics. „Als führendes Unternehmen in der Branche ist Gore Fabrics erfreut über die Gelegenheit, einer wichtigen Neuerung in der Outdoor-Industrie zum Durchbruch zu verhelfen, indem wir bedeutende Mittel in die Entwicklung neuer Technologien ohne umweltschädliche PFC investieren.“

Im Rahmen der Textilkampagne „Detox“ fordert Greenpeace die Textilindustrie auf, alle umwelt- und gesundheitsgefährdenden Stoffe aus ihren Lieferketten zu entfernen. Vor allem die weit verbreiteten PFC stehen im Fokus der Kampagne. Die hormonell wirksamen und krebserregenden Chemikalien hat Greenpeace bereits bei mehreren Outdoor-Tests in Textilien, Schuhen sowie Rucksäcken und Zelten nachgewiesen. Proben von Eis und Schnee aus den entlegensten Gebirgsregionen haben zudem bestätigt, dass sich PFC bereits weltweit verbreitet haben. Auch VerbraucherInnen protestieren zunehmend gegen die Glaubwürdigkeit einer Branche, die mit Naturverbundenheit wirbt, aber gleichzeitig umweltschädliche Produkte herstellt. „Die Outdoor-Gemeinschaft führt diese Kampagne gemeinsam mit uns und ist letztlich für den Erfolg verantwortlich“, sagt Knoll. „Diese Entwicklung zeigt, dass es möglich ist, einen ganzen Sektor in relativ kurzer Zeit völlig umzukrempeln, wenn die relevanten Hersteller willens sind, gemeinsam verantwortlich zu handeln."

Die Ziele und den Fahrplan für Gore Fabrics um gefährliche PFC zu eliminieren finden Sie hier:
http://www.gore-tex.com/pfcgoal/

Das Factsheet „Outdoor-Branche: Zukunft ohne gefährliche PFC“ finden Sie unter:
http://bit.ly/2l7qx1s

Weitere Informationen zu Detox-Outdoor:
https://detox.greenpeace.at/outdoor

Bildmaterial finden Sie unter nachstehendem Link. Die Fotos stehen für eine einmalige Verwendung unter Angabe der Photo Credits (© Greenpeace / Vorname Nachname der Fotografien/des Fotografen) kostenlos zur Verfügung. http://bit.ly/2l2W7Kj

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Reka Tercza
Pressesprecherin
Greenpeace CEE in Österreich
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