Vorsicht vor Glatteis und Nebel

In der Nacht auf Samstag zieht eine Schlechtwetterfront durch, die am ersten Ferientag stellenweise zu glatten Straßen führen kann. Nebel erschwert zusätzlich die Sicht.

Wien (OTS) - Autofahrer sollten aufgrund der Wetterverhältnisse besonders vorsichtig fahren. Stellenweise Glatteis und plötzlich auftretende Nebelfelder sind nach dem Wetterdienstleister UBIMET im gesamten Donauraum, also auch im Bereich der West-Autobahn, nicht ausgeschlossen. Das Gebot der Stunde lautet daher: Tempo anpassen, Sicherheitsabstand erhöhen und vorausschauend fahren.

Nebel reduziert nicht nur die Sichtweite, auch das Einschätzen von Entfernungen wird zum Problem. Der ARBÖ warnt davor, sich in der Nebelsuppe an den vorderen Wagen anzuhängen. Fahrzeuglenker versuchen nämlich oftmals aufgrund der Sichtbeeinträchtigungen „am Vordermann dran zu bleiben“, dieser jedoch fühlt sich zunehmend bedrängt wodurch der Impuls den Abstand zum Hintermann durch eine schnellere Fahrweise zu vergrößern, verstärkt wird.

„Zudem zeigen Studien, dass sich bei Nebel die Reaktionszeit verlängert und zwar unabhängig von der Fahrerfahrung“, so ARBÖ-Verkehrspsychologin Mag. Dora Beer. Auch die Reaktionsgüte, dass heißt die richtige Wahl der Reaktionsalternativen, ist bei Nebel herabgesetzt. Es wird häufiger falsch reagiert. Eine längere Reaktionszeit bei gleichzeitig erhöhter Fehlerrate bei Nebel betrifft dabei alle Fahrer, unabhängig von Fahrpraxis und konkreten Erfahrungen beim Fahren im Nebel.

Besonders wichtig ist auch die Wahl der richtigen Beleuchtung bei nebeliger Witterung. Am besten kommt man durch leichten Nebel mit dem Abblendlicht, bei dichtem Nebel muss die Nebelschlussleuchte eingeschaltet werden. Ist man durch die Nebelbank durch und herrscht wieder gute Sicht, müssen die Nebelschlussleuchten jedoch wieder ausgeschalten werden, da dies verboten ist. Nach vorne strahlende Nebelscheinwerfer sind hingegen immer erlaubt, sollten aber trotzdem ausgeschaltet werden, da man entgegenkommende Fahrzeuge nur unnötig blendet. Nicht geeignet ist das Tagfahrlicht, da es wenig Leuchtkraft hat und die Rücklichter nicht aktiviert werden. Das Fahrzeug kann vom nachfolgenden Verkehr daher zu spät wahrgenommen werden, wodurch die Unfallgefahr steigt.

„Nicht nur, dass die falsche Fahrzeugbeleuchtung die Sichtbarkeit eines Fahrzeuges maßgeblich senkt, können im Extremfall auch Strafen bis zu 5.000 Euro verhängt werden“, warnt der Leiter der ARBÖ-Rechtsabteilung Dr. Stefan Mann. „Zumeist wird ein Organmandat in der Höhe von 36 Euro ausgestellt. Kommt es jedoch zu einer Anzeige fällt die Strafe schon deutlich höher aus. Abgesehen davon setzt man mit einem unzureichend beleuchteten Fahrzeug sein Leben und das anderer Verkehrsteilnehmer auf's Spiel!“ War das Fahrzeug unzureichend beleuchtet, kann einem bei einem Serienunfall Mitverschulden angelastet werden.

Die ARBÖ-Tipps für die Fahrt durch den Nebel:

  • Abblendlicht oder Nebelscheinwerfer beziehungsweise die Nebelschlussleuchte einschalten.

  • Kein Fernlicht verwenden, da die Gefahr der Selbstblendung besteht.

  • Geschwindigkeit reduzieren und unbedingt der Sichtweite anpassen.

  • Schon vor einer Nebelbank bremsen.

  • Abstand halten - mindestens drei Sekunden bis zum Vordermann.

  • Ablenkungen vermeiden, bei schlechter Sicht ist höchste Aufmerksamkeit und Konzentration gefordert.

  • Besondere Vorsicht bei Baustellen! Markierungen und Verkehrsführungen können bei Nebel schlecht erkennbar werden.

  • Nebelwarnungen im Radio und Verkehrsfunk ernst nehmen, vor allem in den Morgen- und Abendstunden muss vermehrt mit Nebel gerechnet werden.

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