„Initiative Religion ist Privatsache“ und „Aktion Kritischer Schüler_innen“: Das Kreuz gehört aus den Klassenzimmern!

Wien (OTS) - Mit dem geplanten „Neutralitätsgebot im öffentlichen Dienst“ liefert die amtierende Regierung – wie keine Regierung zuvor – ein Geständnis, dass in Österreich die Trennung von Staat und Religion weder auf dem Papier noch in der Realität existiert. Anders lässt sich nämlich nicht erklären, weshalb von solch einem Neutralitätsgebot ausschließlich Beamte betroffen sein sollen, während der Republik, über die in ihrer Einrichtungen angebrachten Kreuze, eine Bekennung zum Katholizismus gestattet bleiben soll. Vor diesem Hintergrund verlangen die „Initiative Religion ist Privatsache“ sowie die „Aktion Kritischer Schüler_innen“ (AKS) die sofortige Entfernung von Schulkreuzen. „Mit diesem bewusst selektiven Bekenntnis zum staatlichen Neutralitätsgebot beweist die Regierung vielmehr, was sie NICHT vorhat, nämlich den öffentlichen Dienst weltanschaulich neutral zu halten. Solange in Schulen, Kindergärten, Ämtern, Polizeistationen, Bundesheerkasernen und Gerichtssälen Kreuze und Kruzifixe angebracht bleiben sollen, können solche Vorstöße nur als Heuchelei in Reinkultur betrachtet werden“ meint Initiativesprecher Eytan Reif. Versuche, das Kreuz kurzer Hand in ein „kulturelles Symbol“ oder „Symbol des Abendlandes“ umzudeuten um es als staatliches Zeichen zu legitimieren, betrachtet Reif zudem als unredlich „auch wenn der Verfassungsgerichtshof bei diesem Vorhaben, den Kreis zu quadrieren, wichtige Vorarbeit geleistet hat“. Als „bezeichnend für die Verlogenheit der ÖVP in dieser Sache“ findet Reif ferner, dass „kein anderer als Sebastian Kurz, der Schutzpatron des in Wien ansässigen Saudischen ‚König Abdullah Zentrums‘, im Inland mit Verschleierungsverboten zu punkten versucht“.

Klare Worte kommen auch von Jasmin Chalendi, Vorsitzende der AKS: „Dass nicht jede Religion gleich behandelt wird, zeigt nur, wie engstirnig das Staatsverständnis der ÖVP ist. Lehrerinnen, die ein Kopftuch tragen, treffen eine private Entscheidung, das Kreuz im Klassenzimmer ist ein Symbol, das sicher nicht für alle Schülerinnen und Schüler einer Klasse repräsentativ ist". Chalendis Forderung ist daher deutlich: „Das Kreuz gehört aus den Klassenzimmern, das Fach Religion endlich durch Ethik ersetzt!“.

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