Neues Volksblatt: "Symbolik" von Herbert SCHICHO

Ausgabe vom 3. Februar 2017

Linz (OTS) - Eine Gesellschaft braucht Symbole, und Politik, bei der es um die Gestaltung der Gesellschaft geht, ist daher immer auch ein Streit um Symbole. Es ist deshalb nicht verwunderlich, dass Teile der SPÖ die Integrationsdebatte auch dazu nutzen, christliche Symbole im öffentlichen Raum grundsätzlich infrage zu stellen. Das löst zwar das Integrationsproblem nicht, begeistert aber rote Basis-Dogmatiker. Und es kann durchaus als Zeichen der verbesserten Zusammenarbeit innerhalb der Koalition gesehen werden, dass diese Debatte sogar von den Genossen rasch abgewürgt wurde.
Zumindest vorerst.
Einer anderen Debatte wird man sich hingegen auf Dauer nicht entziehen können. Irgendwann muss man die Frage stellen, welche muslimischen Symbole und Bräuche toleriert werden können — und in welchem Ausmaß. Dies sollte einerseits mit Hausverstand im Einzelfall und vor Ort gelöst werden — hier gilt es, Schulen und Amtsleiter zu unterstützen, damit diese praktikable Lösungen finden, egal ob es sich um Kochprobleme oder Schwimmbekleidung handelt. Andererseits braucht es auch generelle Klarstellungen. Eine solche soll nun etwa bei der Vollverschleierung vorgenommen werden. Die Argumentation der muslimischen Demo-Organisatoren — „Wieder einmal wollen Männer über Frauen und ihre Körper bestimmen“ — ist aber, mit Verlaub, an den Haaren herbeigezogen.

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