FP-Krauss zu Kopftuch-Diskussion an Wiens Schulen: Was sagt eigentlich Czernohorszky dazu?

Selbst innerhalb der SPÖ ist man sich uneinig im Umgang mit verhüllten Kindern

Wien (OTS) - Ein Bericht in der gestrigen ZIB2 zeigt den gespaltenen Umgang mit islamischen Kindern, die Kopftuch in Kindergärten und Schulen tragen, auf. Während es der Schulinspektor Patrick Wolf „absolut in Ordnung“ (sic!) findet, wenn kleine Mädchen mit Kopftuch oder Hijab im Klassenzimmer sitzen, kritisiert die Salzburger Bürgermeister-Stellvertreterin Mag. Anja Hagenauer (SPÖ) das Tragen islamischer Kopfbedeckungen bei Minderjährigen. Die Islamische Glaubensgemeinschaft erklärt in einer Stellungnahme, dass islamische Kopfbedeckungen für nicht-geschlechtsreife Mädchen im Koran „überhaupt kein Thema“ und daher „nicht vorgesehen“ seien. Generell ist das Kopftuch in unseren Breiten, ebenso wie Niqab und Burka, als Symbol eines politischen Islam zu werten, deren Vertreter sich der Integration hierzulande oft komplett verweigern. Wenn nun schon von den Jüngsten in der Gesellschaft eine Verhüllung - in welcher Form auch immer - verlangt wird, ist das ein eindeutiges Signal in Richtung Integrationsverweigerung, ist sich der Bildungs- und Jugendsprecher Wiener FPÖ, LAbg. Maximilian Krauss, sicher. Zudem führt es nicht selten dazu, dass diese Kinder Ausgrenzung und Mobbing in ihren Klassen erfahren. „Wie unter solchen Umständen gelungene Integration passieren soll, ist mir schleierhaft“, sagt Krauss. 

Gleichzeitig vermisst er eine richtungsweisende Stellungnahme des neuen Bildungsstadtrates Jürgen Czernohorszky, wie man im Wiener Bildungsressort zu kopftuchtragenden Kindern steht. „Dass Lehrerinnen, die ein solches an öffentlichen Schulen nicht abnehmen, aus der Regierungsvereinbarung ausgenommen wurden, lässt Schlimmes vermuten“, resümiert Krauss und geht bei dieser Gelegenheit auch auf die aktuelle Diskussion um Kreuze in den Klassenzimmern ein. Fakt ist nämlich, dass das Neutralitätsgebot nur das „Tragen religiöser Symbole“ regelt. „Vom Kreuz an der Wand eines Klassenzimmers ist dabei keine Rede“, stellt Krauss abschließend klar. 

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