SWV – Matznetter: Leistungskürzungen der SVA nicht hinnehmbar

Sozialdemokratischer Wirtschaftsverband sieht keine optimale Betreuung der eigenen Versicherten

Wien (OTS) - „Vielleicht sollte man sich das auferlegte SVA-Leitbild 'Der Kunde soll sich optimal von uns betreut fühlen' nochmal überlegen", regt Christoph Matznetter, Präsident des Sozialdemokratischen Wirtschaftsverbandes Österreich (SWV), angesichts der geplanten Krankengeld-Kürzungen der Sozialversicherungsanstalt der gewerblichen Wirtschaft (SVA) an. „Denn, der von der Bundesregierung beschlossene Bürokratieabbau werde scheinbar dazu genutzt, sich in der uneingeschränkten Selbstverwaltung zu verwirklichen“, kritisiert Matznetter, der sich entschlossen gegen die Kürzungen setzt, „Das ist für uns nicht hinnehmbar“. Und er verweist auf die im Plan A des Bundeskanzlers Christian Kern initiierte – und mit dem Regierungsprogramm beschlossene – Entlastung für Selbstständige, wonach die Zuschüsse zur neuen Entgeltfortzahlung für Kleinstbetriebe sogar steigen werden.

Für ihn ist das Vorhaben der SVA nicht das, was man sich unter „optimaler Betreuung der eigenen Versicherten“ vorstellt. Denn „das, was vielen Selbstständigen bei Abschluss einer freiwillige Zusatzversicherung zur Aufstockung ihrer Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall von der SVA versprochen wurde, entpuppt sich nun als tragisches Lockangebot. „Wie konnten es überhaupt geschehen, dass VertreterInnen der Versicherten in den Organen der Selbstverwaltung überhaupt so eine Leistungskürzungen genehmigen?“, fragt sich Matznetter, „Wir werden jedenfalls alle Versuche, diese Maßnahme zu stürzen, unterstützen.“

Statt bei jenen zu kürzen, die ohnehin am Existenzminimum leben, rät er den EntscheidungsträgerInnen, zu überlegen, wie sie ihre Versicherten tatsächlich sozial absichern können. „Beginnen könnte man bei der Abschaffung des 20-prozentigen Selbstbehaltes“, schlägt der SWV-Präsident vor, „Das ist eine Strafsteuer auf Kranksein, die Selbstständige bei jedem Arztbesuch aus eigener Kassa bezahlen müssen, obwohl sie genauso viel Beiträge zur Sozialversicherung einzahlen, wie alle anderen Versicherten“. Das wäre ein starkes Bekenntnis zur sozialen Absicherung und obendrein eine Entlastung des Gesundheitssystems, so Matznetter abschließend. (Schluss)

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