Q-Check Roadshow: „Gute Aussichten für Aktien, denn Trump ist berechenbar“

Linz (OTS) - Am Mittwoch Abend feierte die Q-Check Roadshow ein rundes Jubiläum: Sie fand zum 30. Mal statt, diesmal in der voestalpine Stahlwelt in Linz. Veranstaltet wird das etablierte Finanzmarkt-Event von Der Börsianer und Metrum Communications. Im Mittelpunkt des Diskussions-Abends unter prominenten Kapitalmarktexperten und einem ATX-CEO stand diesmal die Frage, welche Auswirkungen der neue US-Präsident Donald Trump auf Wirtschaft und Kapitalmärkte haben wird. Überraschendes Fazit: Es sieht gut aus für die Aktienmärkte, was aber nicht nur an Trump liegt.

Positiv gestimmt für Aktien ist Werner Leithenmüller, Fondsmanager bei der 3 Banken-Generali Investment Gesellschaft: „Donald Trump ist berechenbar. Er macht, was er versprochen hat. Die Börse schätzt das." Allerdings sei bisher zu wenig Zeit vergangen, um ihn schon beurteilen zu können. Als Gewinner sieht Leithenmüller die Finanztitel und US-Unternehmen, die von Trumps angekündigten Steuererleichterungen profitieren könnten. Er rät außerdem zu zyklischen Investments und sagt: „Hände weg von defensiven Aktien und Abstand halten zu Staatsanleihen.“

„Ich kann Trump einiges Positives abgewinnen“ sagte Mike Judith, Executive Director bei DNB Asset Management. So könnten Pharmawerte von kürzeren Zulassungszeiten profitieren und auch er sieht die möglichen Steuersenkungen als Kurstreiber für die betroffenen Unternehmen. Für eine Beurteilung solle man jedenfalls „die ersten 100 Tage seiner Präsidentschaft abwarten“. Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen für die Aktienmärkte seien „gut wie schon lange nicht“. Chancen sieht Judith vor allem bei Technologieaktien, wobei er auf Unternehmen mit einem guten Liquiditätspolster achtet. Bei Google sei man „seit vielen Jahren übergewichtet“. Risiken sieht er eher im politischen Bereich und mahnt: „Europa muss gemeinschaftlich auftreten“.

Skeptischer zeigte sich Uli Krämer, Leiter Portfoliomanagement bei der Kepler-Fonds KAG. Für ihn stellt sich die Frage „Wie viel Porzellan kann Trump kaputt machen?“ Den Worst Case sieht er in einem Szenario bestehend aus völliger Abschottung, Handelskriegen, gigantischen Budgetdefiziten und dem Durchziehen der America-First-Politik. An den Börsen sieht Krämer derzeit eine Zurückhaltung als Folge der bisherigen Trump-Aussagen. Untergewichtet ist er bei Staatsanleihen, übergewichtet hingegen „in den günstig bewerteten Emerging Markets“. Die Aktienmärkte sieht er historisch leicht überdurchschnittlich bewertet, aber: „Die Gewinnerwartungen sind stabil bis steigend und summa summarum passt es“.

Alles richtig zu machen scheint Daniel Riedl, Vorstandsvorsitzender der BUWOG AG. Seit dem Börsengang der BUWOG im April 2014 hat sich der Kurs beinahe verdoppelt. Die Umsetzung der Strategie mit klarer Positionierung in den drei Geschäftsbereichen Asset Management, Property Sales und Property Development ist laut Riedl „ein Erfolgsmodell“ und auch die operative Performance stimmt. Entsprechend zuversichtlich zeigte sich der CEO beim Q-Check: „Unser Job ist es, Marktzyklen auszunützen und möglichst nahe am Kunden zu sein. Da scheinen wir einiges richtig zu machen.“ Gefragt nach seiner Immobilien-Markteinschätzung sagt Riedl: „Die Renditen sind in Berlin höher als in Wien. Generell ist der deutsche Markt aber in den letzten zwei bis drei Jahren ausgetrocknet. Was wir am Markt nicht kaufen können, bauen wir selber.“ Derzeit verjünge man das Portfolio und entwickle neue Projekte ausschließlich in Wien, Berlin und Hamburg. Für seine Aktie sieht Riedl auch weiterhin Luft nach oben:
Starke Treiber wären ein Ansteigen des Net Asset Value (NAV) sowie ein Zuwachs des Recurring Funds From Operations (FFO), der laut Outlook binnen drei Jahren um rund 50 Prozent zulegen soll.

Bilder und Präsentationen finden Sie unter www.q-check.at

Über Q-Check - Quarterly Market Roadshow

Die „Q-Check - Quarterly Market Roadshow“ ist die führende Plattform zur Meinungsbildung am österreichischen Kapitalmarkt. Im Rahmen regelmäßiger Roadshows präsentieren renommierte Finanzhäuser den Top-Entscheidern der Finanzcommunity ihre Investmentchancen für das nächste Quartal (Quartals-Check). Ziel ist es, zur individuellen und medialen Meinungsbildung beizutragen sowie ein schlagkräftiges Branchen-Netzwerk zur Stärkung des heimischen Kapitalmarkts zu schaffen.

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