„Eine Frau gegen Napoleon“ – Luise von Preußen im „Universum History“-Porträt

Am 3. Februar um 22.45 Uhr in ORF 2

Wien (OTS) - Schon zu Lebzeiten wurde sie „Königin der Herzen“ genannt: Luise von Preußen überstrahlte ihren Ehemann König Friedrich Wilhelm III. in vielerlei Hinsicht und wurde zum Vorbild für nachfolgende Generationen. Sie blieb auch als Königin ihrem unbekümmerten Wesen treu und brachte sich in dem Männerstaat Preußen aktiv in die Politik ein: Sie und nicht ihr Ehemann trat dem mächtigsten Kriegsherrn ihrer Zeit entgegen – Napoleon Bonaparte. Beim legendären Treffen von Tilsit versuchte sie, ihm mildere Friedensbedingungen für Preußen abzuringen. Der Mythos einer madonnenhaften Landesmutter, der das Wohl ihres Landes über alles ging, währt bis heute, wie die „Universum History“-Dokumentation „Eine Frau gegen Napoleon – Luise von Preußen“ von Christian Twente und Michael Löseke am Freitag, dem 3. Februar 2017, um 22.45 Uhr in ORF 2 zeigt.

Sie war schon als Mecklenburger Prinzessin eine Frohnatur – und blieb es auch, als sie 1793 durch ihre Heirat mit Friedrich Wilhelm zur Königin von Preußen avancierte. Dies und die Tatsache, dass ihre Ehe aus Liebe und nicht durch politisches Kalkül entstanden war, machte sie bei der Bevölkerung äußerst beliebt. Sie brachte frischen Wind in den starren preußischen Staat und war, obwohl sie Gleichheitsideale aus dem revolutionären Frankreich ablehnte, neugierig auf Fortschritt.

Ihre Liebe und Hingabe galten nicht nur den fünf Kindern und ihrem Mann, sondern vor allem ihrer neuen Heimat Preußen. Der Öffentlichkeit präsentierte sie sich als liebende Mutter und Ehefrau des Königs, die ihrer Familie ein wohliges Heim bot. Hinter den Kulissen jedoch beeinflusste sie maßgeblich die politischen Handlungen ihres Mannes. Sie motivierte ihn zu Reformen und hatte einen eisernen Willen, den sie mit Charme und Natürlichkeit zu kaschieren wusste.

Als Napoleon Bonaparte Richtung Preußen vorrückte und die Neutralität des Landes in Gefahr geriet, war Luises charmantes diplomatisches Geschick plötzlich Preußens letzte Hoffnung. Nach einer demütigenden Niederlage der preußischen Armee gegen die Franzosen war sie es, die Napoleon persönlich zu einer Unterredung traf, um mildere Friedensbedingungen auszuverhandeln. Napoleon ging auf ihre Forderungen zwar nicht ein, war jedoch von ihrer Intelligenz und ihrer Schlagfertigkeit tief beeindruckt. Der raue Ton zwischen Frankreich und Preußen wurde durch das historische Zusammentreffen deutlich milder.

Königin Luise starb mit nur 34 Jahren an einer Lungenentzündung. Schon zu Lebzeiten wurde sie nahezu kultisch verehrt, nach ihrem Tod als Märtyrerin gefeiert. Einer ihrer Söhne, Wilhelm I., stieg 1871 als erster deutscher Kaiser auf den Thron und pflegte das Bild Luises als Symbol für den Wiederaufstieg Preußens und für die Entwicklung hin zum Deutschen Kaiserreich akribisch. Bis heute hält sich der Mythos, sie sei nach den Verlusten, die Preußen zu beklagen hatte, an gebrochenem Herzen gestorben.

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