Aufwühlende „dok.film“-Premiere: „Landraub – Die globale Jagd nach Ackerland“ am 5. Februar

Dokumentarfilm über Kluft zwischen bäuerlichem Anbau und Agrarindustrie – um 23.05 Uhr in ORF 2

Wien (OTS) - Die systematische Landbeschaffung auf Kosten der Schwächsten steht im Zentrum des Dokumentarfilms „Landraub – Die globale Jagd nach Ackerland“ von Kurt Langbein und Christian Büser, der im „dok.film“ am Sonntag, dem 5. Februar, um 23.05 in ORF 2, seine ORF-Premiere feiert. In bilderstarken Essays werden die großen Themen erzählt: die Ursache für die Verknappung, die Logik des Geldes und die Weichenstellung zwischen bäuerlicher Landwirtschaft und Agrarindustrie. Der aufwühlende Film – eine vom ORF im Rahmen des Film/Fernseh-Abkommens kofinanzierte Produktion – porträtiert dabei sowohl die Investoren als auch ihre Opfer, deren Selbstbilder unterschiedlicher nicht sein könnten. Die einen sprechen von gesundem Wirtschaften, Sicherung der Nahversorgung und Wohlstand für alle. Die anderen erzählen von Vertreibung, Versklavung und vom Verlust ihrer wirtschaftlichen Existenzgrundlage.

Mehr zum Inhalt:

Ackerland wird immer wertvoller und seltener. Seit der Finanzkrise 2008 hat das globale Finanzkapital die Äcker der Welt als Geschäftsfeld entdeckt. Jedes Jahr gehen etwa zwölf Millionen Hektar Agrarfläche durch Versiegelung verloren, indem sich die Reichsten der Welt Zugriff auf die wichtigste Ressource dieser Welt sichern. Statt Bauern bestimmen Profitinteressen über die Böden: ein moderner Raubzug, der die Lebensgrundlage der Menschheit zerstören könnte.

Der Dokumentarfilm „Landraub – Die globale Jagd nach Acker“ von Kurt Langbein und Christian Brüser lässt sowohl die Investoren als auch ihre Opfer zu Wort kommen. Die einen sprechen von gesundem Wirtschaften, Sicherung der Nahrungsversorgung und Wohlstand für alle. Die anderen erzählen von Vertreibung, Versklavung und vom Verlust der wirtschaftlichen Grundlagen.

Der 2015 entstandene Film verdeutlicht die Kluft zwischen bäuerlichem Anbei und Agrarindustrie und erzählt in großen Bildern von den Folgen dieses David-Goliath-Verhältnisses. Die Böden werden für GPS-gesteuerte Maschinen im großen Stil eingeebnet, der Verbrauch an Wasser, Chemie und Energie ist in der Agrarindustrie enorm. Für jede eingesetzte Energieeinheit können bei der industriellen Landwirtschaft nur drei Energieeinheiten geerntet werden, bei der kleinbäuerlichen dagegen siebenmal mehr.

Eine Fläche halb so groß wie Europa wurde bereits aufgekauft, die Bauern und indigenen Völker mussten weichen. Statt Nahrung für die Region anzupflanzen, wird im großen Stil für die Märkte der wohlhabenden Länder produziert.

Es sind Programme der EU, die zu Megaplantagen für die Biosprit-Erzeugung und zur Zuckerproduktion führen. Und es sind Entwicklungshilfe-Gelder aus Österreich, mit denen Superreiche ihre Investitionen absichern.

Landraub – Die globale Jagd nach Acker“ wühlt auf, macht nachdenklich und animiert zum aktiven Tun. Der Widerstand gegen „Landgrabbing“ wird kräftiger und lauter.

Das gesamte TV-Angebot des ORF – ORF eins, ORF 2, ORF III sowie ORF SPORT + – ist auch im HD-Standard zu empfangen. Alle Informationen zum ORF-HD-Empfang und zur Einstellung der neuen HD-Angebote finden sich auf der Website hd.ORF.at, die ORF-Service-Hotline 0800 / 090 010 gibt kostenfrei aus ganz Österreich persönliche Hilfestellung.

Rückfragen & Kontakt:

http://presse.ORF.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NRF0003