Bundesverband für Schafe und Ziegen: Tierhalteverordnung ist guter Kompromiss

Höllbacher: Mehr Tierwohl bedeutet auch höhere Lebensmittelqualität

Wien (OTS) - "Nutztiere werden in Österreich nach höchsten Standards gehalten, unser Land nimmt daher in Sachen Tierwohl und Produktsicherheit international die Spitzenposition ein. Die geplante Novelle zur 1. Tierhalteverordnung ist daher der richtige Weg, um diese Position noch weiter auszubauen. Aus fachlicher Sicht wird der Entwurf von uns als Kompromiss bewertet, da viele Verbesserungen für das Tier erzielt werden konnten. Andererseits müssen aber auch betriebswirtschaftliche Notwendigkeiten berücksichtigt werden, weil bauliche Erweiterungen nur Schritt für Schritt erfolgen können, da sie hohe Investitionskosten bedingen." Dies stellte heute der Bundesverband für Schafe und Ziegen (ÖBSZ) fest.

Nach einer zweieinhalbjährigen ergebnisoffenen Diskussionsphase mit den Vertretern aus Wissenschaft und Forschung, Tierschutzorganisationen, Tierschutz-Ombudsleuten der Bundesländer, Tierärzten und praktizierenden Landwirten ist ein gemeinsamer Vorschlag für ein Tierschutzpaket gelungen. Durch die intensiven Diskussionen konnte eine für alle akzeptierbare Lösung ausgearbeitet werden. Darauf aufbauend hat das Gesundheitsministerium einen Verordnungs-Entwurf erarbeitet. "Trotz massiven Zugeständnissen seitens der Landwirtschaft ist dieser Entwurf sehr positiv zu bewerten, da er in sehr vielen Bereichen Verbesserungen für die Tiere bringt" ist ÖBSZ-Obmann Johann Georg Höllbacher überzeugt.

Entscheidender Schritt in Richtung mehr Tierschutz

"Sämtliche Eingriffe im Bereich der Schafe und Ziegen sind nur mehr nach wirksamer Betäubung und mit wirksamer Schmerzbehandlung zulässig. Das ist ein entscheidender Schritt in Richtung mehr Tierschutz, den wir sehr begrüßen. Fortschrittliche Landwirtschaft heißt für uns, das Tier in den Mittelpunkt zu stellen. Es geht um praktikable und umsetzbare Lösungen für den Landwirt, diese können mit dem neuen Tierschutzpaket erreicht werden. In Sachen Stallbodenfläche wurde das Platzangebot für das einzelne Tier bis zu 100% erhöht, somit ist mehr Tierkomfort gewährleistet und die Tiere können sich stressfreier bewegen", erläutert Höllbacher.

"Die hohen Standards in der Tierhaltung sichern höchste Lebensmittelqualität. Mehr Platz und bessere Betreuung verursachen aber auch erhöhte Kosten in der Produktion der Lebensmittel", gibt der Obmann zu bedenken. "Dies muss den Produzenten auch abgegolten werden, denn hohe Tierschutzstandards gibt es nicht zum Null-Tarif. Hier ist der Konsument aufgerufen, dies auch über den Kauf heimischer Produkte zu honorieren. Wir bekennen uns zu einer verantwortungsvollen Schaf- und Ziegenhaltung in Österreich und möchten weiterhin auf eine gute Partnerschaft entlang der Wertschöpfungskette bis hin zum Konsumenten bauen, um die steigenden Bedürfnisse der Gesellschaft zu erfüllen", so Höllbacher. (Schluss)

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