Bayr: Österreichische Entwicklungszusammenarbeit muss Kampf gegen Genitalverstümmelung intensivieren

Weltweit sind 200 Millionen Mädchen und Frauen von FGM betroffen

Wien (OTS/SK) - Anlässlich des internationalen Tages gegen weibliche Genitalverstümmelung (FGM) am 6. Februar verlieh Petra Bayr, SPÖ-Sprecherin für globale Entwicklung, dem Wunsch nach verstärktem Engagement von Seiten Österreichs gegen diese Praxis Ausdruck. „In zwei von vier afrikanischen Schwerpunktländern der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit, konkret in Äthiopien und Burkina Faso, wird Genitalverstümmelung massiv praktiziert. Österreich darf nicht zusehen, sondern muss aktiv Energie und Gelder aufwenden, um seinen Anteil im Kampf gegen diese Praxis zu leisten“, erklärt Bayr und appelliert an die Austrian Development Agency (ADA), in dieser Frage stärker aktiv zu werden. Derzeit werde lediglich ein Projekt unterstützt, das sich des Themas FGM annimmt. „Der Einsatz gegen FGM muss in den österreichischen Programmen einen höheren Stellenwert bekommen, immerhin hat sich die ADA der Geschlechtergleichstellung und dem Empowerment von Frauen verschrieben“, fordert Bayr.****
 
Laut Angaben von UNICEF sind weltweit etwa 200 Millionen Mädchen und Frauen von Genitalverstümmelung betroffen und müssen mit den körperlichen und psychischen Folgeschäden leben. Die Praxis ist in 29 afrikanischen und arabischen Staaten sowie in Indonesien verbreitet – mehr als die Hälfte der betroffenen Frauen und Mädchen lebt in nur drei Ländern: Indonesien, Ägypten und Äthiopien. „Diese 5.000 Jahre alte Praxis ist nicht religiös begründet und macht vor keiner gesellschaftlichen Schicht Halt“, erläutert Bayr. Sie wertet es angesichts dieser erschütternden Zahlen allerdings als positiv, dass rund zwei Drittel der Männer und Frauen in den betroffenen Ländern sich für das Verbot von Genitalverstümmelung aussprechen. (Schluss) kg

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