Jungwirth/Grüne Wirtschaft: Soziale Absicherung der Selbstständigen reformieren

Eine einheitliche Absicherung im Fall von Arbeitsunfähigkeit, Krankheit, Arbeitslosigkeit und Pension muss das Ziel einer zukunftsfähigen Politik sein.

Wien (OTS) - Dieser Tage erhalten die in der freiwilligen Zusatzversicherung zur Krankenversicherung der SVA einzahlenden UnternehmerInnen schlechte Nachrichten. Die SVA ändert einseitig den Versicherungsvertrag zu Ungunsten der Versicherten und zahlt künftig im Krankheitsfall bei den Wenigverdienenden nur mehr einen Bruchteil der ursprünglich vereinbarten Leistung. Einmal mehr wird damit deutlich, wie weit unsere sozialen Sicherungssysteme von den Lebensrealitäten entfernt sind. "In einer Arbeitswelt, in der immer mehr Personen als Selbständige arbeiten, oft auch müssen, sollte auch die Absicherung des Einkommens während Krankheit für alle gleichermaßen gegeben sein.", sagt Sabine Jungwirth, Bundessprecherin der Grünen Wirtschaft.

Die Sozialversicherung der Gewerblichen Wirtschaft, SVA, hat vor einigen Jahren eine günstige Zusatzversicherung zur Krankenversicherung angeboten, die gerade den EPUs und KleinunternehmerInnen quasi eine Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall zu einem leistbaren Preis ermöglichte. Dabei sind natürlich alle, die einen derartigen Vertrag abgeschlossen haben, davon ausgegangen, dass man sich auf eine staatliche Sozialversicherung besser verlassen kann, als auf private Versicherungen. Dass dem nun so nicht ist, wird dieser Tage deutlich. Die Verträge werden einseitig geändert, sodass für die WenigverdienerInnen in Zukunft nur mehr lächerlich niedrige Tagsätze ausbezahlt werden. Die Kosten der Versicherung stehen daher in keiner Relation mehr zum Nutzen.

Für die Grüne Wirtschaft ist klar, dass es in einer sich verändernden Arbeitswelt für alle die gleiche Absicherung braucht, egal ob selbständig oder unselbständig erwerbstätig. "Eine Zusammenlegung der Sozialversicherungen, damit eine Vereinheitlichung der Leistungen und Abschaffung der Mehrfachversicherungen, sowie eine einheitliche Absicherung im Fall von Arbeitsunfähigkeit, Krankheit, Arbeitslosigkeit und Pension muss das Ziel sein. Insbesondere, wenn immer mehr Menschen in ihren Erwerbsbiografien verschiedensten Arten von Beschäftigungsformen gleichzeitig oder hintereinander ausüben!", so Jungwirth.

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