BMGF initiiert Koordinationsplattform zur psychosozialen Unterstützung für Geflüchtete und Helfende

Mehr als 26 Körperschaften, Institutionen und Organisationen beschließen verstärkte intersektorale Zusammenarbeit und Koordination Mehr als 26 Körperschaften, Institutionen und Organisationen beschließen verstärkte intersektorale Zusammenarbeit und Koordination

Wien (OTS) - Auf Initiative des Bundesministeriums für Gesundheit und Frauen (BMGF) fand diese Woche in Wien die konstituierende Sitzung der Koordinationsplattform zur psychosozialen Unterstützung für Geflüchtete und Helfende statt. „Ich sehe die verstärkte intersektorale  Zusammenarbeit im Bereich der psychosozialen Gesundheit als eine wesentliche Aufgabe im Bereich der öffentlichen Gesundheit“, hält Pamela Rendi-Wagner, Sektionsleiterin für Öffentliche Gesundheit im BMGF, fest. „Ich freue mich, dass sich Vertreterinnen und Vertreter aller relevanten Ministerien, der Bundesländer, des Hauptverbands und zahlreicher NGOs bereit erklärt haben, hier mit uns künftig eng zusammenzuarbeiten. Denn wir dürfen die hohen Langzeitfolgekosten von psychosozialer Unterversorgung in den frühen Stadien der Ankunft von Geflüchteten im Aufnahmeland nicht unterschätzen“, so Rendi-Wagner. 

In Österreich gibt es zahlreiche Angebote zur psychosozialen Unterstützung von Geflüchteten. Eine optimale Versorgung ist jedoch komplex und herausfordernd. Neben Problemen wie der Traumatisierungen durch Kriegs- bzw. Fluchterfahrungen, der Sorge um die Angehörigen und eine ungewisse Zukunft, spielen Platzmangel in Notquartieren, damit verbunden mangelnde Intimsphäre, fehlende Tagesstruktur oder auch erschwerter Zugang zu Versorgungsangeboten eine entscheidende Rolle für die psychosoziale Gesundheit. Fragmentierte Zuständigkeiten in Österreich und vielfach knappe Ressourcen erschweren die Koordination und die Zusammenarbeit. 

Zwtl.: Aufgaben der Plattform

Durch einen bereichsübergreifenden Informationsaustausch und eine stärkere Vernetzung sollen Ressourcen gebündelt und best practice Beispiele etabliert werden. Gemeinsam werden Empfehlungen sowie Maßnahmen zur Umsetzung erarbeitet. Noch in diesem Jahr sollen konkrete Projekte auf Schiene gebracht werden. „Ziel ist es, die psychosoziale Gesundheit für Geflüchtete wie auch für Helfende zu erhalten bzw. zu verbessern. Damit soll auch dem in den Rahmengesundheitszielen formulierten Ziel „Psychosoziale Gesundheit bei allen Bevölkerungsgruppen fördern“ entsprochen werden“, betont Rendi-Wagner. 

Mitglieder der Koordinationsplattform sind (alphabetisch): Arbeiter-Samariterbund Österreich, Asylkoordination, BMASK, BMB, BMEIA, BMFJ, BMGF, BMI, BMLVS, Caritas Österreich, Caritas Wien, Diakonie, Fonds Soziales Wien, Hauptverband der Sozialversicherungsträger, PSD Wien, Rotes Kreuz Österreich, Volkshilfe Österreich sowie alle Bundesländer. 

Psychosoziale Gesundheit wird von der WHO als Zustand des Wohlbefindens definiert, in dem der bzw. die Einzelne seine bzw. ihre Fähigkeiten ausschöpfen, die normalen Lebensbelastungen bewältigen, produktiv und fruchtbar arbeiten kann und imstande ist, etwas zur Gemeinschaft beizutragen. (Schluss)

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