Nationalrat – Wittmann: Gebührenabschaffung bedeutet Abschaffung des öffentlich-rechtlichen Auftrages

„Gerade in Zeiten von Fake-News ist die wertfreie Abwägung von Meinungen wichtiger denn je“

Wien (OTS/SK) - „Entweder man finanziert mit Gebühren einen öffentlichen-rechtlichen Auftrag oder man hat keine Gebühren und damit auch keinen öffentlich-rechtlichen Auftrag“, stellte SPÖ-Verfassungssprecher Peter Wittmann heute, Mittwoch, in der Debatte zum ORF-Bericht für 2015 im Nationalrat klar. „Die Aufgabe öffentlich-rechtlicher Sender gewinnt an Bedeutung. Gerade in Zeiten großer Polarisierung und vieler Falschmeldungen wird der Auftrag öffentlich-rechtlicher Medien wichtiger denn je“, erklärte Wittmann. „Die renommiertesten Sender der Welt wie die BBC sind öffentlich-rechtlich organisiert." ****

Eine Gebührenabschaffung würde nicht nur eine Verschiebung hin zu privaten und ausländischen Medienkonzernen bedeuten, sondern auch die österreichische Kulturlandschaft schädigen. „Sie wissen nicht, was sie der österreichischen Medienwelt und der Filmszene antun würden mit solchen Forderungen“, so Wittmann in Richtung NEOS. „Jeder ist froh, wenn etwa ein österreichischer Film bei den Oscars nominiert wird, aber glauben Sie wirklich, dass irgendein ausländischer Medienkonzern unsere Kulturlandschaft ähnlich stark fördern würde, wie das jetzt beim ORF der Fall ist?“, so Wittmann. Eine Gebührenabschaffung würde nicht nur unserer Demokratie, sondern auch unserer Kultur schaden. (Schluss) ps/pm/mp

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