Jungbauern-Obmann Kast: Ausbau erneuerbarer Energie weiter vorantreiben

Kleine Ökostromnovelle geht heute in Begutachtung

Wien (OTS) - Nach harten und intensiven Verhandlungen hat sich die Bundesregierung am Wochenende auf ein neues Regierungsprogramm geeinigt, das auch einige Elemente rund um die Land- und Energiewirtschaft beinhaltet. Nun wird eine erste konkrete Maßnahme daraus umgesetzt und die kleine Ökostromnovelle heute in Begutachtung geschickt. Stefan Kast, Bundesobmann der Jungbauernschaft, zeigt sich erfreut: "Es ist wichtig, dass die Regierung vom Ankündigen nun auch zum Umsetzen kommt, sonst wäre das neue Papier wertlos." Er fordert: "Österreichs Strom besteht bereits zu rund 75% aus erneuerbarer Energie und wir müssen deren Ausbau weiter unterstützen, auch im Sinne des Pariser Klimaabkommens."

Sammelnovelle soll wichtige Änderungen und Problemlösungen bringen 

"Damit der Ökostromausbau trotz der niedrigen Strompreise weiter voranschreitet braucht es umfangreiche Maßnahmen. Gleichzeitig sollen Optimierungen im bestehenden System erfolgen: etwa bessere Rahmenbedingungen für Wind, Wasserkraft und Photovoltaik, Erhöhung der Effizienz und Bürokratieabbau", so Kast, der die Novelle befürwortet: "Es wurden Lösungen für Stadt und Land gefunden. Sowohl für den urbanen Raum etwa mit Photovoltaik-Anlagen auf Mehrfamilienhäusern als auch für die Regionen hinsichtlich Biogas und Kleinwasserkraft wurden Maßnahmen erarbeitet, die rasch wirken." Der dazugehörige Ministerratsbeschluss soll im März über die Bühne gehen. 

5 Mio. Euro für Energie aus Biogas 

Besonders wichtig ist für Kast die Einigung der Regierungsparteien betreffend Biogasanlagen. So sollen für jene Anlagen, die auf die effizientere 2. Generation (höherer Brennstoffnutzungsgrad) aufgerüstet werden, neue Nachfolgetarife mittels Verordnung erlassen werden. Dafür wird es ein Kontingent in der Höhe von 5 Mio. Euro geben, begrenzt auf fünf Jahre. "Damit sind die unsicheren Zeiten für die Biogasanlagenbetreiber endlich vorbei", zeigt sich Kast erleichtert. Für andere Anlagen wird eine "Stranded cost"-Lösung angestrebt, um einen geordneten Ausstieg zu ermöglichen. (Schluss)



 

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