Reisecker: Tierschutz - Österreich mit Norwegen und Schweiz an Weltspitze

Landwirtschaftskammer steht voll hinter Paket mit höheren Standards

Wien (OTS) - "Österreich steht mit dem neuen Tierschutzgesetz gemeinsam mit Norwegen und der Schweiz an der Weltspitze. Auch kein anderes EU-Land wird künftig auf diesem außerordentlich hohen Tierschutzniveau bei landwirtschaftlichen Nutztieren arbeiten. Wenn das österreichische Parlament die Novelle beschließt, werden sämtliche Eingriffe beim Nutztier ausschließlich unter Schmerzausschaltung beziehungsweise -linderung vorgenommen. Auch das Platzangebot für die Tiere wird deutlich erhöht. Das fertige Paket ist nach einem über zweieinhalb Jahre dauernden Diskussionsprozess gemeinsam mit Tierschutzorganisationen, Tierschutzombudsmännern, den Tierärzten, der Wissenschaft sowie praktizierenden Landwirten entstanden und wird nun dem Parlament vorgelegt. Die Landwirtschaftskammer Österreich steht voll hinter dem erreichten Tierschutzpaket. Denn es baut einerseits die Vorreiterrolle Österreichs im Tierschutz weiter aus und wird andererseits den hohen Qualitätsansprüchen der heimischen Land- und Lebensmittelwirtschaft, die dem Tierwohl verpflichtet sind, gerecht", erklärte der Vizepräsident der Landwirtschaftskammer Österreich und Vorsitzende des Ausschusses für Tierproduktion, Franz Reisecker. Er ergänzte: "Es war für die Landwirtschaft nicht leicht, doch wir stehen zum Ergebnis. Und das lassen wir uns nun auch nicht kaputt machen. Eine weitere Verschärfung widerspricht den bisherigen Arbeiten und ist nicht akzeptabel." 

Machbar und vorbildlich

"Der Entwurf enthält für die heimischen Nutztierhalter eine Reihe von deutlich höheren Standards als bisher gegolten haben. Derartig hohe Normen erreichen weder das EU-Recht noch andere EU-Mitgliedstaaten. Aber die Produkte aus der österreichischen Tierhaltung müssen sich im täglichen Wettbewerb mit anderen billigeren Erzeugnissen aus dem EU-Binnenmarkt und mit Importen aus Drittstaaten, die von den heimischen Tierschutzstandards meilenweit entfernt sind, auf dem freien Markt behaupten können. Daher wurden Bestimmungen gefunden, die umsetzbar, vertretbar und verhältnismäßig sind sowie die Anforderungen der praktischen Nutztierhaltung und des freien Warenverkehrs im EU-Binnenmarkt berücksichtigen", so Reisecker weiter. 

Gelebtes Bekenntnis zu heimischer Qualität

"Wir tragen mit diesen Verbesserungen des Tierwohls sowohl den Forderungen des Tierschutzes als auch den aktuellen gesellschaftlichen Erwartungen Rechnung. Das Tierschutzpaket 2017 stellt nach dem Bundestierschutzgesetz 2004 den umfassendsten Schritt einer weiteren Anhebung der Standards auf breiter Ebene dar. Doch wir brauchen ein gelebtes Bekenntnis der österreichischen Verarbeiter, des Handels und der Konsumenten zur heimischen Qualität. Wir werden daher weitere deutliche Akzente in Richtung öffentliche Beschaffung, Etikettierung und begleitende Maßnahmen setzen. Denn der freie Warenverkehr im EU-Binnenmarkt beziehungsweise der Import von tierischen Erzeugnissen aus Drittstaaten nimmt keine Rücksicht auf unterschiedliche Tierschutz-Standards. Nur der bewusste Griff ins Regal sichert die heimische Tierhaltung mit ihren weltweit einzigartigen Tierwohl-Standards auf Dauer ab", so Reisecker abschließend. (Schluss)

 

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