AK zum Umweltkontrollbericht: Landwirtschaft wird auf Kosten der Umwelt geschont

Zu viel Dünger belastet das Trinkwasser rund um Wien. Bei Ammoniak-Emissionen fehlt ein Handlungsprogramm

Wien (OTS) - „Sauberes Trinkwasser und reine Luft: Wer glaubt, das sei auf dem Lande eh so, täuscht sich bitter“, sagt die Umwelt-Expertin der AK, Iris Strutzmann. Der heute (Mittwoch) im Parlament vorgestellte Umweltkontrollbericht des Umwelt- und Landwirtschaftsministers zeigt die Belastungen der intensiven Landwirtschaft für die Umwelt. „Minister Rupprechter muss jetzt handeln. Die Landwirtschaft darf nicht auf Kosten der Umwelt geschont werden“, so Strutzmann. Die AK fordert einen Maßnahmenkatalog, um die intensive Düngung zu begrenzen und einen Aktionsplan zur Senkung des Ammoniak-Ausstoßes der Landwirtschaft.

Auffallend hohe Nitratwerte im Grundwasser, etwa im Marchfeld, in der Region Parndorf, im Ikvatal und im südlichen Wiener Becken, weisen auf viel zu viel Düngernutzung auf den Feldern hin. „Aber der Bericht lässt klare Maßnahmen gegen die Überdüngung vermissen“, so Strutzmann. Auch bei der Begrenzung des Ammoniak-Ausstoßes sieht Strutzmann dringenden Handlungsbedarf: „Die Landwirtschaft in Österreich ist da schon jetzt bei den EU-weit erlaubten Höchstwerten angelangt. Dabei sollte dieser zur Luftreinhaltung bis 2030 um zwölf Prozent reduziert werden.“

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