Sicherung von Leib und Leben kann niemals Diskriminierung sein

Eine Fahreignungsprüfung für Senioren ist medizinisch und sachlich gerechtfertigt

St. Pölten (OTS) - Bereits vor dem entsprechenden Antrag im Verkehrsausschuss gehen in Bezug auf die vom BürgerLandtag angedachte Fahreignungsprüfung für Senioren die Wogen hoch: „Wir kennen doch alle die Probleme, vor denen ältere Mitbürger in Bezug auf ihre Teilnahmetauglichkeit am Straßenverkehr stehen“, erläutert die Landtagsabgeordnete Dr. Gabriele von Gimborn. „Wir fordern daher zur allgemeinen Sicherheit und vor allem auch zur Sicherheit der Betroffenen eine verpflichtende und wiederkehrende Fahrtauglichkeitsbestätigung für Menschen ab 75 Lebensjahren, wenn Sie ein führerscheinpflichtiges Fahrzeug im Straßenverkehr bewegen wollen. Diese Prüfung ist sachlich und medizinisch gerechtfertigt und notwendig. Wer noch fahrtauglich ist, hat auch keinerlei Nachteil zu befürchten.“

„Natürlich läuft der Seniorenbund gegen diese notwendige Maßnahme Sturm“, so Klubobmann Ernest Gabmann. „Das ist verständlich, denn niemand will wohlerworbene Rechte so einfach weggeben, auch wenn es sachlich gerechtfertigt ist. Doch die Faktenlage ist eindeutig. Eine Studie aus der Schweiz zeigt ein deutlich höheres Unfallrisiko ab 75 Jahren, ab 85 Jahren ist es bereits mehr als 10 x so hoch.“

Dr. Herbert Machacek hält die Institution der Amtsärzte als geeignet, dieses medizinische Gutachten für den Betroffenen kostenfrei zu erstellen. Bezieher von Pflegegeld sind automatisch als fahrunfähig einzustufen, da eine maßgebliche Beeinträchtigung bereits vorliegt. „Ich kann darin keine Diskriminierung der Senioren erkennen. Es handelt sich bestenfalls um einen Schutz, ähnlich einer Feuerwehrtauglichkeitsuntersuchung.“ Die Untersuchung muss nach eindeutig und sinnvoll definierten medizinischen Richtlinien aufgebaut sein. „Zahlreiche Länder in Europa machen bereits vor, wie es gehen könnte. Dort hat man erkannt, dass die Bevölkerungspyramide in Zukunft für eine stärkere Präsenz unserer Senioren auf den Straßen führen wird. Es ist daher unsere Aufgabe als verantwortungsvolle Politiker, bereits im Vorfeld mit sinnvollen Strategien dafür zu sorgen, dass Österreichs Straßen für alle sicher bleiben.“

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