447 Bewerbungen für SHIFT

Anzahl der eingereichten Projekte bestätigt Neuauflage der Wiener Kultur-Förderschiene

Wien (OTS) - Nach Abschluss der Einreichphase für die zweite Auflage von SHIFT zieht Wiens Kulturstadtrat Andreas Mailath-Pokorny eine erste positive Bilanz: „447 schriftliche Einreichungen für dezentrale Projekte aller Kunstrichtungen bestätigen die Notwendigkeit dieser speziellen Förderschiene. Mit SHIFT wird die kulturelle Nahversorgung in den Wiener Bezirken dauerhaft gefestigt.“ 

   Die Ausgangsthesen der innovativen Projekte sind thematisch breit gefächert und häufig an örtliche Bezugspunkte gekoppelt, womit der Ausschreibungsrichtlinie  „Bezirksvielfalt“ sowie „Kultur in den Bezirken“ entsprochen wird. Martin Margulies bezeichnet das als eine „überaus erfreuliche Entwicklung“. Der Kultursprecher der Wiener Grünen: „Dies dokumentiert eindrucksvoll die Wichtigkeit eines unterschiedliche Genres verbindenden Kultur-Calls für Wiens Kulturschaffende".

   Der Großteil der Einreichungen erfolgte nicht durch Einzelpersonen, sondern durch Vereine. Eine erste Kategorisierung der Konzepte ergibt folgende Häufigkeitsverteilung: 1.) interdisziplinäre Projekte, 2.) Theater 3.) bildende Kunst, 4.) Performance, 5.) Musik, 6.) Film, 7.) Architektur und 8.) Fotografie. Schlusslicht bilden die Bereiche: 9.) Technologie und Digitalisierung. Im Vergleich zur ersten Ausschreibung von SHIFT haben die nunmehrigen Antragssteller präziser auf eine demographisch repräsentative Erweiterung des Zielpublikums fokussiert. Besonders bemerkenswert sei laut der fünfköpfigen Jury das große Interesse von etablierten Kulturinstitutionen an einer dezentralen, bezirksspezifischen Projektumsetzung, was ebenfalls der Grundintention der Förderschiene SHIFT entspricht.   

   „Beim Lesen der eingereichten Konzepte spürt man regelrecht die Kraft und Vielfältigkeit einer neuen Künstlergeneration, die sehr viel mit dem aktuell gesellschaftlichen Wandel Wiens zu tun hat. Es skizziert sich ein neuer Kunstdiskurs mit etablierten Einrichtungen, der mit der finalen Festlegung auf 30 Projekte in die Realität umgesetzt werden soll“, erläutert Jurysprecher Stephan Rabl die weitere Vorgehensweise. Vorab wurden drei Informationsveranstaltungen mit je 100 Interessenten absolviert sowie von jedem Jurymitglied vielzählige Einzelgespräche geführt. Diese Gespräche werden nun mit Antragstellern, deren schriftliche Konzepte primär den SHIFT-Kriterien entsprechen, intensiviert.   

   Generell wird  SHIFT von der Basis.Kultur.Wien administriert und abgewickelt. Durch ein gestaffeltes Vergabeschema (€ 25.000, € 50.000, oder € 100.000) werden insgesamt 30 Projekte gefördert, deren Umsetzung und Veröffentlichung in Wien für den Zeitraum Juni 2017 bis August 2018 geplant ist.  Bezüglich der Projektauswahl wird am 15. März 2017 eine Vorentscheidung der Jury veröffentlicht. Die Finale Entscheidung über die Vergabe der jeweiligen SHIFT-Förderungen wird am 3. Mai 2017 bekanntgegeben. Die zweite Auflage von SHIFT ist mit insgesamt 1,5 Mio. Euro dotiert.

 

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