Kaske fordert Arbeitsmarktoffensive und Schaffung eines Rechtsanspruchs auf Qualifizierungsgeld

Wien (OTS) - Die Arbeitslosigkeit wird nicht durch Zuwarten sinken. „Ich habe schon umfangreichere Vorhaben und weitreichendere Ankündigungen zur Bekämpfung der Arbeitslosigkeit gehört als diejenigen, die im neuen Arbeitsprogramm der Regierung beinhaltet sind. Da hätte ich mir mehr erwartet“, sagt Kaske und fordert eine konsequentere Offensive gegen die hohe Arbeitslosigkeit. Für die Ankurbelung der Wirtschaft, für die Schaffung von Arbeitsplätzen und für die Vorbereitung auf zukünftige Herausforderungen fehlen dem AK-Präsidenten wichtige Maßnahmen, insbesondere ein Bekenntnis zu öffentlichen Investitionen und Qualifizierung.

Die Anhebung des Beschäftigtenstandes beim AMS um 400 BeraterInnen und die Wiedereinführung des Fachkräftestipendiums sind wichtige Maßnahmen zur Stärkung der aktiven Arbeitsmarktpolitik. Die jetzt angekündigte Beschäftigungsaktion für 20.000 Arbeitsplätze für über 50-Jährige ist auch ein wichtiger Punkt. „Aber wir brauchen noch mehr. Wir brauchen Investitionen in öffentliche und soziale Infrastruktur, in Bildung, soziale Dienste, Daseinsvorsorge und in leistbaren Wohnraum. Das aktuelle Zinsniveau bietet ausreichend Spielraum dafür. Die Digitalisierung steht nicht mehr vor, sondern bereits in der Tür. Die Menschen müssen darauf vorbereitet sein. Dafür brauchen wir mehr und nicht weniger Qualifizierungschancen“, fordert Kaske eine zweite Chance für jede und jeden: Die Schaffung eines Rechtsanspruchs auf ein existenzsicherndes Qualifizierungsgeld und eines Rechtsanspruchs gegenüber dem Arbeitgeber auf Bildungsfreistellung. Bei Umsetzung eines solchen Rechtsanspruchs könnten 40.000 Menschen zusätzlich eine sinnvolle und auf dem Arbeitsmarkt gebrauchte Ausbildung antreten.

Kaske fordert auch eine faire Diskussion über die Arbeitszeit, die auch die berechtigten Interessen der ArbeitnehmerInnen berücksichtigt: „Da geht es nicht nur um ´Flexibilisierung´, da geht es auch um die faire Verteilung von Arbeit, da geht es um den Abbau von Millionen unbezahlter Überstunden. Und da geht es auch um Einkommen und Kaufkraft. Auch für die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer gilt: Zeit ist Geld. Eine Überstunde ist eine Überstunde und soll auch so bezahlt werden.“

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