ÖAMTC- Erfolg: Keine "kalte Progression für Autofahrer" durch neuen Testzyklus

Finanzministerium bestätigt Übergangslösung bis inklusive 2019

Wien (OTS) - Durch die Einführung der "WLTP"-Testprozedur zur Ermittlung des Kraftstoffverbrauchs und der Schadstoffemissionen ab September 2017 drohte Österreichs Autofahrern eine kräftige Steuererhöhung. Denn Normverbrauchsabgabe (NoVA) und Sachbezug bei Dienstfahrzeugen hängen unmittelbar von den CO2-Emissionen bei der Typisierung ab. Ersten Tests zufolge ist zu erwarten, dass diese Werte im neuen Testverfahren für die meisten Fahrzeuge deutlich höher ausfallen werden als im bisherigen NEFZ-Prozedere.

"Wir haben uns bereits im November an das Finanzministerium gewandt, um auf die drohende finanzielle Mehrbelastung für Konsumenten aufmerksam zu machen", erklärt ÖAMTC-Verbandsdirektor Oliver Schmerold. Gestern erhielt der ÖAMTC schließlich eine Antwort, in der bestätigt wurde, dass bis inklusive 2019 weiterhin der NEFZ-Zyklus als Grundlage für die Berechnung der NoVA und des Sachbezuges herangezogen wird. "Dadurch ist sichergestellt, dass es nicht über Nacht zu einer empfindlichen Steuererhöhung für tausende Autofahrer kommt, ohne dass im Parlament eine solche beschlossen wurde und ohne dass sich an den Autos irgendetwas geändert hätte. Die 'kalte Progression für Autofahrer' ist damit vorerst gebannt", so Schmerold.

Mit dem Auslaufen der Angabe der NEFZ-Werte im Jahre 2021 wird es notwendig sein, die Steuern auf Basis der neuen WLTP-Werte zu bemessen. Hierzu hat das Finanzministerium aber bereits eine Diskussion über die Umstellung mit den Interessenvertretern im Vorfeld in Aussicht gestellt. Verbandsdirektor Schmerold: "Der ÖAMTC wird sich jedenfalls dafür einsetzen, dass es zu keiner Mehrbelastung der Autofahrer kommt. Aber zunächst freuen wir uns, dass Finanzminister Schelling bei seinem Eintreten gegen versteckte Steuererhöhungen auch auf die Autofahrer nicht vergessen hat".

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