Stronach/Schenk: Im Kampf gegen Frauenarmut gehören Rahmenbedingungen geändert

Flexiblere Arbeitszeitmodelle gefordert - bessere Anrechnung von Kindererziehungszeiten

Wien (OTS) - „Frauenpolitik ist eine Querschnittsmaterie, in die auch viele andere Ministerien involviert sind. Natürlich setzen auch wir uns für Maßnahmen gegen Frauenarmut ein. Allerdings haben wir einen etwas anderen Zugang“, begründete Team Stronach Frauensprecherin Martina Schenk in ihrem Debattenbeitrag die Zustimmung zum Maßnahmenpaket zur Bekämpfung von Frauenarmut. So sei Teilzeit per se nicht zu verteufeln, denn „viele Frauen arbeiten freiwillig in Teilzeit, man muss aber auch ganz klar auf die Probleme die daraus entstehen können, etwa Altersarmut oder fehlende Pensionszeiten, aufmerksam machen“, so Schenk und weiter: „Dabei gibt es eine Reihe von Maßnahmen dagegen, angefangen beim Arbeitgeber.“ Stichwort flexiblere Arbeitszeitmodelle, ein vermehrtes Angebot für Homeoffice oder von Betriebskindergärten. „Auch das Pflegesystem ist ein wichtiger Bereich, der hier mithineinspielt, denn viele Frauen versorgen pflegebedürftige Angehörige zu Hause“, erinnerte die Team Stronach Mandatarin. Außerdem vermisst Schenk eine bessere Anrechnung von Kindererziehungszeiten im neuen Regierungsprogramm. „Es gibt hier viel zu tun. Ich hoffe, dass wir gemeinsam gute Lösungen finden werden und die Frauenarmut auch gemeinsam bekämpfen können“, so Schenk.

Einstimmig angenommen wurde der Team Stronach Antrag für  Maßnahmen zur Steigerung des Männeranteils in pädagogischen Berufen. „Bereits seit 2013 behandeln wir das Thema im Ausschuss. In diesem Antrag wird auch eine damals noch aktuelle Studie zitiert, in der es um die Wirkung von Männern in der Kleinkindpädagogik geht“, erläuterte Schenk. Immer noch seien nur rund zwei Prozent männliche Betreuer in Kindergärten und -heimen zu finden. „Das ist viel zu wenig. Die EU strebt bis 2020 für Kindertagesstätten eine Männerquote von 20 Prozent an“, so Schenk. Die Frage sei, wie dieses Ziel erreicht werden kann, „wenn erst 2018/19 evaluiert wird, ob die gesetzten Maßnahmen um das Lehrerdienstrecht neu gegriffen haben. Der Antrag ist aus dem Jahr 2013, die Probleme liegen schon ewig auf dem Tisch“, kritisierte Schenk. „Es liegt am politischen Willen, das umzusetzen.  Deshalb hoffe ich nicht nur auf eine positive, sondern auch auf eine rasche Lösung“, sagte Schenk. 

Rückfragen & Kontakt:

Team Stronach Parlamentsklub
++43 1 401 10/8080
parlamentsklub@teamstronach.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | TSK0003