NEOS: Langzeitarbeitslosigkeit bringt Betroffene in lebenslange Abhängigkeit​

Gerald Loacker: „Nur eine Änderung der Zumutbarkeitsbestimmungen und Umschichtungen beim Arbeitslosengeld können Lösungen bringen“

Wien (OTS) - Die heute präsentierten Arbeitslosenzahlen zeigen deutlich, dass die Langzeitarbeitslosigkeit weiter steigt. „Seit Jahren steht die Bundesregierung ohne Lösungskonzepte der wachsenden Zahl an langfristig Arbeitslosen gegenüber. Die bisherigen Maßnahmen sind weder hilfreich noch nachhaltig, um Menschen langfristig wieder in Beschäftigung zu bringen", kritisiert NEOS-Sozialsprecher Gerald Loacker, der die Hauptprobleme beim Ausbildungsniveau und vor allem auch bei den fehlenden Arbeitsanreizen sieht. „Die Regierung glaubt die Menschen zu ‚beschützen’, hält sie aber von einer Beschäftigung ab. Nur eine Änderung der Zumutbarkeitsbestimmungen und Umschichtungen beim Arbeitslosengeld können Lösungen bringen!“

Die vorliegenden Maßnahmen im aktualisierten Regierungsprogramm bringen gegen diese Entwicklungen so gut wie nichts, so Loacker: „Es müssen endlich die Zumutbarkeitsbestimmungen weiter gefasst werden. Denn wer nicht bereit ist, 75 Minuten Arbeitsweg auf sich zu nehmen, wird auch für ein Arbeitsangebot nicht umziehen, wenn ihm die Regierung 400 Euro im Monat zuzahlt. Deshalb muss auch der zumutbare tägliche Arbeitsweg um eine Stunde erhöht werden.“ Auch der zeitlich unbeschränkte Bezug von Leistungen aus der Arbeitslosenversicherung stelle keinen Anreiz dar, dass Menschen einen Job annehmen. „Wir müssen den Bezug der Notstandshilfe zeitlich beschränken. Wer länger als zwei Jahre Notstandshilfe bzw. Arbeitslosengeld bezieht, soll in das besser geeignete Netz der Mindestsicherung fallen. Für Langzeitarbeitslose ist die Mindestsicherung das bessere Instrument, um sie mit Hilfe von Sachleistungen und entsprechenden Förderungen in den Arbeitsmarkt zurückzuführen“, fordert Loacker abschließend.

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