Industrie zu Arbeitsmarkt: Kosten- und Bürokratieentlastung der Betriebe hat höchste Priorität

IV-GS Neumayer: Standortattraktivität entscheidend für Beschäftigung und Wohlstand – Arbeitszeitmodernisierung realisieren, statt auslagern

Wien (OTS) - „Nur attraktive wirtschaftspolitische Rahmenbedingungen für unsere Unternehmen werden einen nachhaltigen Rückgang der Arbeitslosigkeit in Österreich bewirken, die im Jänner erneut gestiegen ist. Denn es sind Wettbewerbsfähigkeit und Attraktivität des Standorts, die über Wachstum, Beschäftigung und Wohlstand in unserem Land entscheiden“, so der Generalsekretär der Industriellenvereinigung (IV) Mag. Christoph Neumayer zu den heute, Mittwoch, veröffentlichen Arbeitsmarktdaten. „Das neue Arbeitsprogramm der Bundesregierung enthält eine Reihe von positiven Schritten in diese Richtung, etwa in den Bereichen Forschung und Bildung. Auch der Beschäftigungsbonus für zusätzliche Arbeitsplätze ist ein positives Signal. Eine weitere generelle Senkung der Lohnnebenkosten für alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter darf nicht aus den Augen verloren werden“, betonte der IV-Generalsekretär. Gerade beim Insolvenzentgeltfonds bestehe der entsprechende Spielraum. Eine Beitragssenkung sei daher unmittelbar geboten, der Sozialminister ist hier immer noch säumig. Zudem müsse „der beabsichtigte Weg zur Entbürokratisierung rasch und konsequent im Sinne einer Entlastung der Betriebe weitergegangen werden. Weitere Verzögerungen wie bei der Modernisierung der Arbeitszeitgrenzen wären gefährlich für den Standort“, erneuerte der IV-Generalsekretär die Kritik der Industrie an der Auslagerung der gesetzlichen Arbeitszeitregelungen an die Sozialpartner.

„Die heute veröffentlichten Arbeitsmarktdaten veranschaulichen einmal mehr die großen regionalen Unterschiede am österreichischen Arbeitsmarkt. Während die Arbeitslosigkeit in Wien überdurchschnittlich hoch ist, verzeichnen vor allem die westlichen Bundesländer rückläufige Arbeitslosenzahlen und zunehmende Fachkräfteengpässe“, so Neumayer. Zu begrüßen sei hier die Zielsetzung der Regierung, die Mobilität am Arbeitsmarkt – insbesondere durch Kombilöhne – zu erhöhen. „Positiv ist darüber hinaus der angekündigte Ausbau von Eingliederungsbeihilfen in Form von Integrationsbeihilfen für Unternehmen zur Unterstützung bei der Beschäftigung von Asylberechtigten“, hielt der Generalsekretär abschließend fest.

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